Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Ich weiß nicht, wie es die anderen sehen...

susu, Sunday, 06.06.2004, 22:12 (vor 7915 Tagen) @ Gastredner

Als Antwort auf: Re: Ich weiß nicht, wie es die anderen sehen... von Gastredner am 06. Juni 2004 17:55:03:

Welche Definition, so fragen Sie, liegt hier zu Grunde. Die Antwort ist eigentlich einfach. Keine und Alle.
Es ist auch nicht förderlich den Versuch zu unternehmen von einem Adjektiv kommend einen Definitionsversuch des Substantivs dazu zu verwenden, das man zeigt, das alles nicht bestimmbar sei. Nur weil man "die Intellektuellen" nicht an bestimmten Attributen ihrer Selbst bestimmen kann und eine Auswahl immer zur Selektion der eigenen Fähigkeiten gereicht, kann man deswegen nicht von der Unbestimmbarkeit des Adjektivs pseudo-intelekutell ausgehen. Dies ist schlicht der Hinweis darauf, das einige ihr Dasein damit verbringen Federn in die Luft zu blasen.

Ohne die Definition des Begriffs der Intellektuellen ist es aber unmöglcih zwischen "intellektuell" und "pseudo-intellektuell" zu differenzieren.

Nun, nur weil Ihr Habitus nicht hierher zu passen scheint (an dieser Stelle möchte ich nur darauf hinweisen, daß dies nicht meine Meinung ist!), kann man nicht im Umkehrschluss darauf schließen, es gäbe nur einen Habitus in der Männerbewegung. Auch ist es nicht sinnvoll, daß Sie Ihr Auftreten dadurch bestimmen wollen, daß Sie nach dem Auftreten dem Männerbewegung fragen.

Ich erweitere, wegen dieses tatsächlich vernünftigen Einwurfs, meine Frage: Was die die Habiti der Männerbewegung? Ich bestimme mein Auftreten nicht durch die Frage nach dem Auftreten der Männerbewegung. Nur interessiert mich eben, wie und wann bestimmte Formen des Auftretens als per se nicht der Männerbewegung zugehörig definiert wurden und um welche es sich handelt.

Mal ganz kess gefragt, zitieren und analysieren Sie sich da selbst?

Nö. Ich habe nur festgestellt, daß sich zu meinen Texten ganz und gar unterschiedliche Positionen herausgebildet haben. Z.B. "Kork" auf dem Pseudo-Emma "Du gehörst ganz klar zu dieser Masku-Fraktion". Im Vergleich dazu, Max auf dem M&M: "Der ganze Femanzenscheiß von B., susu und M. bleibt zur allgemeinen Ergötzung noch ein bißchen stehen,..."

Vielleicht sehen Sie es dem Kritiker nach. Er kann und will nicht all dem folgen, was Sie sagen. Das ist eine Kritik an den von Ihnen vertretenen Meinungen. Diskussionen und Meinungen, die sich nur noch dekodieren lassen, wenn man den Sermon der Hocheiligen, wie Butler oder Beauvoir, kennt oder triviale Aussagen, die sich hinter ganzen Wortbergen verschanzen, wie im folgenden:[..]
Somit ist die Kritik an den Meinungen, ebenso eine Kritik am Inhalt, wie an der Form. Es ist berechtigt die Frage zu stellen, wo ein Forum zu einem Thema denn hinkommen soll, wenn Diskussionen nur noch dem reinen Selbstzweck, des Redens um des Redens willen, dienen.

Die Frage ist: Von welchem Standpunkt aus wird das beurteilt? In der Diskussion zwischen Anti-Sexistin und mir werden bestimmte Begriffe verwendet, weil es die Texte unnötig in die länge ziehen würde, wenn wir jedesmal die grundlegenden Konzepte erläutern wollten. Das wir das tun, heißt noch lange nicht, daß es nicht möglich wäre, diese Konzepte zu erklären, IMO sogar sehr anschaulich. Natürlich ist das für alle, die diese Konzepte nicht kennen, oder Texte über die wir diskutieren nicht kennen so gut wie nicht zu verstehen. Wenn sich zwei Mathematiker über die Arbeit "On the construction of critical immersions for parametric functionals" unterhalten, versteht sie (außer entsprechend vorgebildeten Menschen) auch niemand. Das bedeutet jedoch nicht zwingend, daß dieses Gespräch nur um seiner selbst Willen geführt würde, oder keine Bedeutung hätte.

Wenn ihr die Diskussion in allgemeinverständlichlicher Sprache lesen wollt, sagt Bescheid. Ich bin leider erst wieder am Mittwoch online, werde dann aber - sofern das gewollt wird - eine Übersetzung anfertigen.

susu


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