Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: volle Zustimmung

susu, Saturday, 05.06.2004, 04:28 (vor 7917 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: volle Zustimmung von Arne Hoffmann am 04. Juni 2004 21:23:15:

Huhu Arne

Argl! Naheliegend, aber: Nee, nicht erkannt.
Hey, wir könnten ja mal Feministinnen-Raten machen. ;-)
Wobei ich von Französinnen so wenig Ahnung hätte wie umgekehrt Schwarzer von Amis.

OK. Zitate:
1) "Den Argumenten der Feministinnen sollten wir allerdingsw nicht weniger mißtrauisch begegnen: oft macht das Polemische Anliegen sie ganz wertlos"
2) "In dem von Iragray hergestellten Kontext wird ein Gegensatz sichtbar zwischen der linearen Zeit der mathematischen Probleme der zusammenhängenden Größenbeziehungen, der Abstandsformeln und der linearen Beschleunigung einerseits und der herrschenden Erfahrung der zyklischen Zeit der Menstruation andererseits. Ist es für den weiblichen Geist-Körper offensichtlich, das Intervalle Endpunkte haben, daß Parabeln die Ebene Sauber aufteilen und daß die lineare Mathematik des Unterichts die Welt der Erfahrung auf eine intuitiv naheliegende Weise beschreibt?"
3) "Better dead than read! [..] If gender is a doing and a reading of that doing, a call-and-response that must be continually done and redone, then it's also unstable, and there are ways I can disrupt it."
4) "I am sick of this gender game, I´ve been to war too many times before on the playground of - my -identity!"
5) "Die Familie ist die in allen Kulturen vermutlich häufigste und grundlegendste Form eines Zusammenschlusses mit anderen, ein System, das den meisten von uns seit Beginn unserer Existenz wohlvertraut ist. Dennoch oder gerade deswegen ranken sich um dieses Thema etliche Mythen und falsche Klischees. Die einen mögen althergebracht sein, etwa die Vorstellung von der > > natürlichen<< Beziehung zwischen Mutter und Kind."

2 Wohlbekannte, 1 Zumindest von mir immer wieder zitierter Text und2 wirklich kryptische Beispiele. Mal sehen wer's weiß...

Stimmt vermutlich beides. Wobei man andererseits fragen könnte: Was hätte AS tun können, damit solcher Nachwuchs entsteht?

Die eigene Position weniger totalisieren. Und die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß außer der ihren noch andere feministische Positionen existieren. Vor allem aber: In der von ihr herausgegebenen Zeitschrift echte und faire Dialoge ermöglichen. Es gibt da ja ab und an Por/Contra Gegenüberstellungen. Es wäre schön wenn da nicht jedesmal eine Seite dreimal so lange Texte verfassen dürfte, wie die andere. Und beim kürzen nicht die ganze Argumentationskette auseinandergenommen würde, bis sich das, was die EMMA ablehnt tatsächlich wie Blödsinn ließt.

Hm, ja, Schwarzer recycelt ja auch in ihren Büchern vorwiegend alte Texte und meint dazu: "Seht ihr, haben wir damals schon gesehen, stimmt immer noch." Kein Wunder, dass sie mit maskulistischen Thesen erst recht nichts anfangen kann. Oder mit der Entwicklung in der Pornographiedebatte, SM, Postgender, weibliche Sexualgewalt etc. Werden wir auch mal so, wenn wir alt sind? Dann hätte Marie Juana keinen Grund, auf mein "Alterswerk" zu warten.

Eine Bekannte, die Journalismus studiert hat, bewarb sich mal bei der EMMA. Sie wurde zunächst als Freie genommen, sollte dann aber einen Artikel über Zwangsprostitution und Menschenhandel in der Ukraine schreiben. Sie ging davon aus, daß sie dazu recherchieren solle, bekam dann aber erklärt, sie könne ja einfach einen Text zu diesem Thema aus der Mitte der 80er adaptieren. Mehr als ein paar Datumsangaben müsten ja nicht geändert werden, es hätte sich da ja nichts geändert. Auf ihren Einwand, mitlerweile sei ja z.B. die Mauer gefallen wurde ihr dann erklärt aus organisatorischen Gründen müsse leider auf eine Zusammenarbeit verzichtet werden... Keine Ahnung ob wir auch mal so werden. Vieleicht ist es auch nur der Einfluß?

Gott, wir bräuchten wirklich mal eine prominente Nachwuchs-Feministin mit neuen Ansätzen ... Wobei die meisten hier vermutlich finden, wir bräuchten vor allem mehr Nachwuchs-Maskulisten, aber das eine schließt das andere ja nicht aus.

Es gibt sie ja, sie müsten nur mal in die Öffentlichkeit.

susu


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