Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Generationenvertrag

Jens, Thursday, 22.01.2004, 12:08 (vor 8050 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Generationenvertrag von Odin am 21. Januar 2004 20:29:30:

Hallo!

Warum bitte zahle ich seit 20 Jahren eine Unmenge in diese Rentenkasse ein, nur um mich blöd anquatschen zu lassen, daß ich keine Kinder habe? Warum bitte habe ich Steuerklasse eins? Warum wird mir nicht dieses Geld zur Verfügung gestellt, wenn schon von mir verlangt wird, mich selbst auf die Karnickelmethode fürs Alter zu versorgen?
[quote]Hätte ich dieses Geld seit 20 Jahren zur Verfügung - und auch noch weitere 20 Jahre, könnte ich auf eine anderweitige Versorgung pfeifen. Ich füttere Dich dann auch noch mit durch![/quote]

Ist eine Milchmädchenrechnung. Kindergeld wird in etwa genauso lange bezogen wie Rente. Kindergeld ist aber wesentlich weniger als Rente, somit rechnet sich zwangsweise jedes Kind mehr, als ein Rentner und Kindergeld hast du schließlich auch indirekt bezogen, damit du von Mutti deinen Lolli bekommen kannst. Du wirst also nicht ausgequetscht, sondern zahlst in erster Linie lediglich zurück.
Desweiteren: Würden Leute, die keine Kinder haben die Schulen nicht mitfinanzieren, die auch du dankend - mehr oder weniger - in Anspruch genommen hast, gäbe es in Deutschland keine anständige Arbeit, keine richtige Innovation. Der relativ hohe Bildungsstand unsere Gesellschaft - auch wenn Pisa und manche Beiträge in diesem Forum gegenteiliges bestätigen - ist nur durch dieses Bildungssystem zustande gekommen. Deswegen sind die Amis auch so blöd, und wir Deutschen so "intelligent", denn ohne uns wären die Amis nie auf dem Mond gelandet oder hätten so tolle Waffen, oder den Hubschrauber - teilweise alles deutsche Wissenschaftler, die es denen gezeigt haben, wie man es richtig macht. Nur in der Vermarktung hat man uns ins Gehirn geschissen, bzw. manche Politiker legen da auch noch Steine in den Weg -(Fax-Gerät, Transrapid, UMTS-Lizenzen (Gebühren, die beim Verbraucher enden und den Erfolg der neuen Technologie mindern wird)...etc). Dazu weiter unten noch eine Geschichte über das Insulin.

Im übrigen bin ich im Gegensatz zu Dir der Meinung, daß Arbeit adelt. Eine Taxifahrervergangenheit oder Vorbildung als Verkäufer hat mir unsere Politiker wieder sympatisch gemacht. Danke dafür!

Vermutlich adelt auch, dass sich unser Außenminister mit der Polizei rumgeprügelt hatte, Mao verehrte, vor seinem Amt mit Idealen und pazifistischem Gesülze rumsabberte, im Nachhinein aber dem Export einer Atomanlage zustimmte deren Betrieb er persönlich Jahre vorher mit aller Gewalt verhindert hat, weil es angeblich zu gefährlich war und dann auch noch durch Zustimmung für die Aufhebung eines Waffenembargos Rüstungsexporte in eine Diktatur fördert, die keine 2 Wochen vorher einer Demokratie drohte, sie platt zumachen, falls sie auf den Gedanken kommen sollte, durch eine Wahl die eigenen Souveränität auszurufen. Der Verkäufer Schröder hingegen konnte der Diktatur obendrein noch jedes Verständnis für seine "Wiedervereinigungsbestrebungen" entgegenbringen, denn Deutschland war ja auch mal geteilt - er wisse also wie das sei! Da zeigt sich, wer sich sein Hirn am Verkaufsstand totgestanden hat. Obendrein hat unsere sympathischer Außenminsister verhindert, dass in Deutschland gentechnisch erfundenes, absolut menschenverträgliches Insulin hergestellt werden kann, während alle seine Diabetiker-Partei-Kollegen sich dieses bereits spritzten. Abgewandert ist das milliardenschwere Projekt nämlich nach Belgien - Geld und Arbeitsplätze, die jetzt in Deutschland fehlen.
Mit andern Worten: das einzige, womit sich diese Typen für mich adeln könnten, wäre Selbstmord - damit hätten sie Deutschland wenigstens einen guten Dienst und Erlösung erwiesen. Was verlogeneres als die Grünen oder Fischer und Schröder hat es bis jetzt in der Deutschen Politiklandschaft noch nicht gegeben. Selbst Erich Honecker, der Kommunismus und Gleichheit predigte, aber Volvo fuhr und dekadent lebte kann unseren jetzigen Vertretern in diesem Punkt nicht das Wasser reichen.

Klar, dir wären Beamtenärsche lieber, die von der Uni in die Politik einsteigen.

Stimmt. Lieber jemanden in der Politik haben, der sein Abi geschafft und sein Studium abgeschlossen hat, als einen Taxifahrer und Möchtegernstudenten, der nur in einer radikalen Studentenbewegung aktiv war. Gebe dir vollkommen recht!

Jens


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