Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Kettenbriefe - Schneeballsystem

Peter, Wednesday, 21.01.2004, 01:41 (vor 8052 Tagen) @ Realist

Als Antwort auf: Generationenvertrag von Realist am 20. Januar 2004 21:02:22:

Für das System der Bismarckschen Rentenversicherung galt immer auch ein Kapitaldeckungsverfahren, nur ein Teil der zu zahlenden Renten wurde aus Umlagen finanziert, diese bewährte Methode überdauerte zwei Weltkriege!

Ich bin da kein Experte, aber die Verwerfungen von zwei Weltkriegen und zwei Inflationen hatte auch die Rentenversicherung nicht ungeschadet ueberstanden. Das übriggebliebende Kapital war danach zu gering. Deswegen sagte man: Wir müssen die Arbeitskraft nützen der jetzigen Arbeitsgeneration, der es relativ gut geht, um fuer die Renten der Aelteren aufzukommen, denen es schlecht geht (richtig). Im Laufe der Reform schaffte man jegliche Kapitaldeckung ab (falsch, ganz falsch). Der Name 'Generationenvertrag' war nur der politische Nebelwand, hinter dem man die Veraenderung vollzog. Schon damals gab der Name Anlass zu Diskussionen, wer denn die Kinder unterstuzen solle, die andere beduerftige Generation, aber Adenauer meinte: Kinder bekommen die Leute sowieso.

(viele Wahlgeschenke)
die Kosten dafür werden wieder ausschließlich den Sozialversicherungspflichtigen auferlegt.

Das wäre mit einer Kapitaldeckung nicht so leicht möglich gewesen.

Merke:
Die Rentenversicherung ist keine Versicherung, es handelt sich um eine Zwangsabgabe die nach dem Schneeballsystem funktioniert: Die letzten werden von den Hunden gebissen!
Deshalb vermeiden Beamte, Politiker und Selbständige gerne die Teilname daran!

Es ist wert, immer wieder daran zu erinnern. Kettenbriefe machen einige reich und die meisten arm, sie sollen sogar verboten sein. Für die umlagefinanzierte Rente haben die Politiker eine Ausnahme gestattet - warum?

Gruß,

Peter


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