Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Prostitution ist widerlich...

Garfield, Wednesday, 02.02.2005, 18:00 (vor 7672 Tagen) @ Interessierter

Als Antwort auf: Prostitution ist widerlich... von Interessierter am 02. Februar 2005 15:01:13:

Hallo Interessierter!

Hm, prinzipiell gebe ich dir ja recht. Ich selbst könnte mir auch nie vorstellen, zu einer Prostituierten zu gehen. Sex ist für mich grundsätzlich Nehmen und Geben gleichzeitig, und ich sehe überhaupt nicht ein, wieso ich eine Frau dafür bezahlen sollte. Außerdem finde ich die Vorstellung, daß eine Frau nur für Geld mit mir schläft, auch nicht gerade anregend. (Deshalb kann ich auch die alten Millionärs-Greise nicht verstehen, die Frauen heiraten, die ihre Enkelinnen sein könnten, obwohl ihnen doch vollkommen klar sein dürfte, daß es denen dabei kaum um ihre Person geht, sondern einzig und allein um das viele schöne Geld.)

Aber ich kann auch verstehen, daß so mancher alleinstehende Mann irgendwann auch keine Lust mehr hat, immer nur mit Handbetrieb zu leben. Es gibt genügend Männer, die nicht besonders gut aussehen und auch kaum Geld haben und so bei der Damenwelt nicht sonderlich gut ankommen. Die haben aber auch ganz natürliche Instinkte und möchten auch irgendwie mal zum Zug kommen. Ich denke, solchen Männern geht es gar nicht immer primär um Sex. Die wollen einfach nur mal mit einer Frau zusammen sein, und wenn es nur für kurze Zeit in einem Bordell ist.

Bei anderen ist es wohl eher so, daß sie zwar Partnerinnen haben, die aber im Bett keinen Finger mehr krumm machen, sondern sich nur noch bewegungslos bedienen lassen und ansonsten grundsätzlich Migräne haben. Umfragen ergeben immer wieder, daß es bei vielen langjährigen Paaren dieses Problem gibt. Wenn mann immer wieder versucht hat, die Partnerin zu mehr Aktivität im Bett zu bewegen und da einfach keinerlei Reaktion kommt, dann hat mann es irgendwann auch mal satt, und dann geht man halt zu einer Prostituierten. Eine andere Alternative wäre eine Geliebte, aber das kann dann diverse Probleme mit sich bringen, wenn die dann mehr will als nur gelegentlichen Sex. Da ist ein Bordellbesuch dann nicht nur unkomplizierter, sondern er kann sogar billiger sein.

Da fällt mir gerade ein Fall ein, der hier auch vor einiger Zeit mal erwähnt wurde:

Ein verheirateter Mann hatte eine Geliebte und war auch noch so dämlich, ohne Kondom mit der zu schlafen. Jedenfalls wurde sie dann "ganz zufällig" von ihm schwanger. Er wollte das nun so regeln, daß er heimlich für das Kind zahlt, aber da hatte er die Rechnung ohne die Geliebte gemacht. Die will jetzt nämlich, daß er das gemeinsame Kind regelmäßig besucht. Natürlich geht es ihr dabei nicht um das Kind, sondern sie will zum einen Kontakt zum Vater halten und zum anderen seine Ehe torpedieren. Seine Frau hat nämlich mittlerweile von der Affäre Wind bekommen und droht nun mit Scheidung, falls er seine Geliebte oder das Kind trifft. Die Geliebte ist vor Gericht gezogen, und wenn ich mich erinnere, hat sie damit erreicht, daß der Mann zum regelmäßigen Besuch des Kindes verdonnert worden ist. Der kann nun zusehen, wie er das hinbekommt und gleichzeitig die Scheidung vermeidet...

Der Typ wäre mit dem Besuch einer Prostituierten definitiv besser beraten gewesen.

Wenigstens ist Prostitution ein ehrliches Geschäft. Da gibt es klare Verhältnisse: Man zahlt und bekommt dafür Sex. Da heißt es dann nicht am Ende, daß man nun auf einmal noch viel mehr zahlen soll, für nichts und wieder nichts. Da kann auch nichts im Nachhinein plötzlich für sittenwidrig erklärt werden. Und da muß man auch nicht befürchten, plötzlich grundlos wegen Vergewaltigung oder sonstiger Mißhandlung angeklagt zu werden.

Aber irgendwie hatte Nino de Angelo damals doch recht, als er sang: "Wenn man für Liebe bezahlen muß, nur um einmal zärtlich zu sein, dann haben wir umsonst gelebt."

Freundliche Grüße
von Garfield


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