Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Das hab ich dem Otten selbst geantwortet

Michael, Sunday, 15.06.2003, 14:50 (vor 8270 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Das hab ich dem Otten selbst geantwortet von Arne Hoffmann am 15. Juni 2003 09:00:56:

Ist es nicht schade, wenn man mit einem vernünftigen Anliegen derart abgeschmettert wird, nur weil man einen ungeschickten Diskussionsstil wählt.

Ich bin nicht der Ansicht, dass ich auf einen Menschen wie Otten, der meiner Einschätzung nach eine schon fast genderfaschistoide Haltung vertritt, noch mit einem besonderen Bückling in den Formulierungen zugehen sollte. Die frühen Feministinnen haben sich auch nicht durchgesetzt, indem sie besonders höflich gewesen waren, sondern imdem sie ihrem Unmut Luft gemacht haben. Otten ist ja auch niemand, auf dessen Wohlwollen wir besonders angewiesen wären, nur weil er mal ein Buch über die angebliche Minderwertigkeit der Männer geschrieben hat.
Ich hab ihm inzwischen auch mal geantwortet.
--- Lieber Herr Otten,
man KANN in seinen Texten natürlich die Menschheit in eine minderwertige und eine höherwertige Gruppe aufteilen und mit der höherwertigen dann bestimmte Erlösungsphantasien verbinden. Wenn die diffamierte Gruppe darauf mit empörtem Unmut reagiert und Analogien zum Faschismus zieht, kann man auch so tun, als sei DAS gerade ein Grund für ihre Minderwertigkeit und als komme sie nur mit der "narzisstischen Kränkung" nicht zurecht, eben minderwertig zu sein. Auf diese Weise kann man sich auch einer Antwort auf der Sachebene vollkommen entziehen.
Die Frage ist nur, ob man dann noch (außer von den eigenen Anhängern) noch als "Soziologe" ernst genommen wird - oder eher als jemand betrachtet, der bestimmte Slogans und Schlagworte für seine eigene Ideologie instrumentalisiert. Es wäre schön, wenn Sie statt zu weiteren Herabsetzungen Ihrer Gesprächspartner zu einer argumentativen Auseinandersetzung fähig wären. "Was soll ich dazu sagen?" allein überzeugt nicht so ganz.
Wenn Sie ab und zu mal aus dem akademischen Elfenbeinturm herauskämen, wäre das vermutlich keine ganz schlechte Idee. Sie als "Wissenschaftler" müssen sich wohl damit abfinden, dass das Internet zu einer Demokratisierung führt, was die Möglichkeit angeht, seine Meinung zu äußern. Erfreulicherweise protestieren Männer heutzutage ebenso sehr dagegen, von "Forschern" zum zweitrangigen Geschlecht erklärt zu werden, wie vor Jahrzehnten die Feminstinnen. Wenn Sie Probleme mit Ihrer Männlichkeit haben, dann arbeiten Sie vielleicht besser an sich, statt alle anderen Männer in Sippenhaft zu nehmen.
Herzlicher Gruß
Arne Hoffmann ---

Genau so geht das. Ehre wem Ehre gebührt.

Jrüsse aus NRW
Michael


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