Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Sine ira et studio

Odin, Friday, 13.06.2003, 19:52 (vor 8272 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Sine ira et studio von Jolanda am 11. Juni 2003 13:58:58:

Ich lese Xenia nun schon ne ganze Weile und sie ist alles andere als eine extreme Emmanze. Sie setzt sich oft für die Männer ein, findet Arnes Buch nicht männerfeindlich und ist bestimmt genau wie ich, der Ansicht, dass ein Kind sowohl Vater als auch Mutter braucht.

Du weisst, wie ich es meine, man muss verdammt aufpassen, dass man nicht engstirnig wird, ich weiss, die vielen schlechten Erfahrungen mit Frauen helfen euch nicht gerade es anders zu sehen.

Es geht mir hier nicht um Xenias "allgemeine Ansichten" (ich kenne sie erst seit diesem Threat, sie hat aber auch darin schon Dinge geschrieben - siehe weiter unten - die ich gut fand), sondern es geht speziell um DIESES Thema! Auch hat das ganz und gar nichts damit zu tun, daß sie eine Frau ist. Es gibt genügend Männer, die die Abtreibung gutheißen, weil das Kind nicht in den Kram paßt. Und wenn man genau nachforscht sind wohl die meisten Teenagerabtreibungen, die hier schon oft erwähnt wurden, darin begründet, daß die Eltern des Mädchens Druck ausüben (NICHT Zwang) oder der vermutliche Vater oder sonst jemand!
IMO gibt es aber genügend Alternativen bis hin zu Adoption (da stehen die Leute Schlange bei Dir).

Ich habe mich im Verlaufe dieses Threads schon gefragt, warum ich teilweise überzogen zynisch und aggressiv reagiere. Meine Vermutung ist, daß ich genau weiß, daß ich nicht auf der Welt wäre, wenn meine Mutter die Möglichkeit der Entscheidung gehabt hätte. Besonders, wenn mein Vater auch nichts dagegen sagen hätte können. Insofern ist das Thema bei mir vorbelastet: Ich habe diese Meinung vermutlich seit ich 10 bin und werde sie auch nicht ändern. Abtreibung ist für mich Mord an einem unerwünschten Kind (obwohl die juristische Definition wohl nicht so genau paßt). Lediglich bei bestimmten Problemlagen hätte ich Schwierigkeiten, aber wie gesagt gibt es ja auch Alternativen, die dem Kind, das nun für gar nichts etwas kann, das Leben ermöglichen. Damit könnte dann auch die Mutter besser leben und bräuchte hinterher nicht von Therapeut zu Selbsthilfegruppe zu rennen, um ihr schlechtes Gewissen ausreden zu lassen.


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