Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Abtreibung ist kein Kindsmord

Jörg, Sunday, 08.06.2003, 16:25 (vor 8277 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Abtreibung ist kein Kindsmord von Xenia am 08. Juni 2003 08:36:27:

Hallo Xenia!

> > Wie ich schon schrieb, das ist nicht gleich. Und ja: es geht darum, dass WIR entscheiden können, denn das Kind lebt in unserem körper, ist von unserem kröper abhängig, WIR tragen dafür die Verwantwortung - und es ist keine leichte.

Kinder entstehen auch unter Beteiligung von Männern und haben in aller
Regel auch Auswirkungen auf das Leben der jeweiligen Väter (sowohl in
finanzieller als auch in emotionaler Hinsicht).

Ich bezweifele das nicht, aber solange das Kind im Mutterleib ist und nicht ohne ihn überleben kann, betreffen alle direkten Konsequenzen nur die Frau und ihren Körper. Toll finde ich das nicht, ich würde auch lieber den Männern das Austragen und Gebären überlassen.[/i]

Man sollte nicht nur die Phase betrachten, in der das Kind im Mutterleib
ist. Damit blendet man alles, was danach kommt, aus. Das halte ich für
falsch und dem Vater gegenüber ungerecht.

> > > Es ist Mord und es bleibt Mord,

Das ist falsch, der Gesetzgeber hat es so nicht definiert.

Das stimmt. Die Bezeichnung absichtsvolle/geplante Kindstötung wäre
für eine Abtreibung wohl passender.

Wäre es definitiv nicht, den die Frauen, die sich dann dafür entschieden haben, würde kriminalisiert und zusätzlich belastet durch einen solchen Vorwurf. In meinen Augen absolut falsch.[/i]

Ich meinte "Kindstötung" nicht im juristischen, sondern im medizinischen
Sinne. Und daß es sich bei einer Abtreibung rein faktisch um eine geplante
und absichtsvolle Tötung handelt, wirst Du ja wohl nicht bestreiten können.

> > > > Mit Selbstentfaltung hat das nichts zu tun, sondern mit Selbstbestimmung. Und es tatsächlich UNSER Recht, über UNSEREN Körper zu bestimmen

Diese Argumentation macht nur solange Sinn, wie die Frau kein Kind
in sich trägt. Denn ein Kind ist immer das Produkt von Mann und Frau
gleichermaßen.

Aber es ist eine lange Zeit abhängig alleine vom Körper der Frau und alles, was in dieser zeit das Kind betrifft, betrifft in direkter Linie die Frau. Also hat alleine SIE die Entscheidungsmacht. Ich weiß, dass das Kind auch ein Produkt des Mannes ist, aber er ist nun mal körperlich davon nicht betrofen. Beschwer dich bei der Natur, die es so eingerichtet hat - toll ist das auch für Frauen nicht.[/i]

Wie oben bereits erwähnt: es ist eine verkürzte Sichtweise der Dinge, wenn
man allein den Zeitraum betrachtet, in dem sich das Kind im Mutterleib
befindet. Eine solche Sichtweise wäre allerhöchstens dann gerechtfertigt,
wenn man den Vater gleichzeitig von allen nachträglichen Verpflichtungen
entbindet.

> > > Dann bringt euch nach belieben selbst um, aber verschont die ungeborenen!

Tja, Selbstmord ist per Gesetz verboten, was ich für falsch halte. Die Ungeborenen sind ein teil ihrer Mütter, du kannst das nicht auseinanderdividieren.

Häh? Selbstmord ist per Gesetz verboten? Wo steht das denn bitteschön?

Vielleicht ist verboten die falsche Formulierung, aber er ist strafbar.[/i]

Das ist ja lustig. Was droht denn bei Selbstmord für eine Strafe? Die
Todesstrafe etwa? ;-))

Gruß, Jörg


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