Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Abtreibung ist kein Kindsmord. Wirklich nicht?

Ferdi, Sunday, 08.06.2003, 18:01 (vor 8277 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Abtreibung ist kein Kindsmord. Wirklich nicht? von Jörg am 08. Juni 2003 13:01:25:

Hallo Jörg und alle an diesem Thread Beteiligten!

Ich gebe gerne zu, daß ich auf solche Bilder auch ganz gut verzichten
[quote]kann. Auf der anderen Seite bildet es aber exakt das ab, worum es hier
in dieser Diskussion geht und kann daher nicht ganz falsch sein.
[/quote]

Ich habe dieses Bild nicht gepostet, um Xenia das Frühstück zu verderben, schliesslich konnte ich ja nicht wissen, dass sie ausgerechnet in diesem Moment das Posting öffnet. Dafür bitte ich um Entschuldigung.

Ich habe das Bild gepostet, weil ich in zunehmendem Masse den Eindruck gewann, Gegenstand dieser Diskussion wäre irgendein Tumor, der zu entfernen ist. Bei Abtreibungsbefürworterinnen kommt man mit wortreichen Argumenten nicht weit, dazu sind die "Mein Bauch gehört mir"-Parolen zu festgefressen. Das Bild sollte - zugegebenermassen sehr sehr drastisch - daran erinnern, dass hier über Menschen so geredet wird wie über besagten Tumor, der entfernt werden soll.

Frauen betonen immer ihre einmalige Fähigkeit, Kinder zu gebären, sie betrachten sich deshalb oft als den wahren Quell allen Lebens, erklären den Mann für für die Arterhaltung überflüssig, weil man ja angeblich auch ohne Spermien Eier befruchten könne. Sie leiten daraus ein besonderes Schutzbedürfnis ab (Frauen und Kinder zuerst). Aber andererseits beschweren sie sich bei der Natur, dass diese ihnen auferlegt hat, den Nachwuchs neun Monate lang in ihrem Leib aufwachsen zu lassen bis er aus eigener Kraft weiterleben kann.

Dass Frauen das Selbstbestimmungsrecht zusteht, ob sie Kinder bekommen wollen oder nicht, ist selbstverständlich. Aber die Entscheidung darüber hat vorher zu fallen. Das gilt ebenso für den beteiligten Mann. Im Zeitalter der modernen Verhütungsmittel ist das nicht zu viel verlangt. Wenn aber ein Kind im Uterus der Mutter zu wachsen beginnt, dann hat dieses Selbstbestimmungsrecht solange zurückzutreten bis das Kind nach der Geburt auf andere Weise und möglicherweise von anderen Personen weiterbetreut werden kann. Schliesslich können auch Männer neun Monate lang (früher sogar länger) nicht über ihren eigenen Körper bestimmen. Ihr Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper wird auf brutalste Weise durch die Wehrpflicht niedergeknüppelt. Die Wehrpflichtabtreibung müsste erfunden werden.

Gruss,
Ferdi


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