Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Abtreibung ist kein Kindsmord

Manfred, Sunday, 08.06.2003, 14:49 (vor 8277 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Abtreibung ist kein Kindsmord von Jörg am 08. Juni 2003 01:24:44:

Das stimmt. Die Bezeichnung absichtsvolle/geplante Kindstötung wäre

für eine Abtreibung wohl passender.

Ohne jetzt Pedanterie betreiben zu wollen, aber wo wäre denn da der Unterschied?
Vielleicht ist es eine deutsche Eigenart leichtgläubig hinzunehmen der Gesetzgeber sei "universeller Herr" über alle Gesetze, also auch die der Natur, der Logik und der sprachlichen Ausdrucksform usw.
(Das würde zumindest erklären, warum es die Kirche in Deutschland relativ schwer hat :-)
Es ist aber keinesfalls so! Sogar wenn man das ganze von allen Emotionen zu befreien versucht, kann man nicht generell sagen es sei Mord, aber auch nicht es sei kein Mord, weil man einfach die Begleitumstände berücksichtigen muß.
Wieviel staatliche Definitionen bezüglich ihrer Bedeutung um die Wahrheit wert sind, kann man daran sehen, daß sie alle paar Jahre umgestoßen werden, kaum Gültigkeit über Landesgrenzen hinaus haben, jeder Richter sie mehr oder weniger anders auslegt und schließlich zu solchen in Schrift gefaßten perversitäten führen, wie die vieldiskutierten Paragraphen um die "allgemeine Wehrpflicht". Wie allgemein sie ist wissen wir ja.
Hier einfach die schleichende moralische Inflation zuzulassen, daß kaum etwas Mord sein könne, wenn nur Frauenhand im Spiel ist, sollten wir so leichtfertig nicht hinnehmen!

Schöne Grüße,
Manfred


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