Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Calm down

Xenia, Monday, 09.06.2003, 00:36 (vor 8277 Tagen) @ Pedro

Als Antwort auf: Re: Worst wishes! von Pedro am 08. Juni 2003 15:12:22:

Diese Diskussion hätte man vielleicht zum Muttertag führen sollen. Als Beitrag zur Entmythologisierung.....Immerhin lernen wir daraus, wofür wir unseren Müttern dankbar sein sollten - daß sie uns nicht vor der Geburt umgebracht haben.....

Übertreibung, Übertreibeung, Übertreibung

Entschuldigung, aber Abtreibung ist kein Mord. Und Abtreibung geschieht auch nicht mal eben so nach Belieben, sondern ist auch für Frauen eine schwere Entscheidung, aber wenigstens ist es IHRE Entscheidung.

Bei dieser Zahl an Abtreibungen sollte angesichts der vorhandenen Verhütungsmöglichkeiten sogar eine nur durchschnittlich intelligente Vertreterin Deines Geschlechts erkennen können, wie "schwer" die Entscheidung sein muß. Du kannst das offenbar nicht.

Ich glaube, ich kann es sehr viel eher als du, weil mich diese Frage sehr viel konkreter betreffen könnte als dich.
Und die Anzahl von Verhütungsmitteln besagt erstmal gar nichts. es gibt viele Gründe, um abzutreiben, nicht nur ein Loch im Kondom!

Auf 1000 Geburten kommen heute 360 Abtreibungen. Die Zahl muß man bitte BEGREIFEN - nicht "überlesen"! Darüber zu reden jedoch ist streng verboten. Denn das Thema ist "abgeschlossen": "ihr" Recht auf "freie Selbstentfaltung" steht über jeder Kritik.

Mit Selbstentfaltung hat das nichts zu tun, sondern mit Selbstbestimmung. Und es tatsächlich UNSER Recht, über UNSEREN Körper zu bestimmen und alles, was darin ist.

Es sind Menschen mit Deiner Einstellung, die diese Welt zu dem gemacht haben, was wir heute zuvörderst sehen: eine Mischung aus Egoismus, Verantwortungs- und Skrupellosigkeit.

Du kennst mich doch gar nicht, alles was du weißt, ist wie ich zur Abtreibung stehe.

Die Abtreibung ist also an der Überalterung unserer Gesellschaft schuld, oder wie seh ich das? Vielleicht wäre es etwas anderes, wenn dieses Land kinderfreundlicher wäre, in Hinblick auf die Politik. Es ist eben nicht billig Kinder zu haben, sowohl materiell, als auch was die Arbeit betrifft.

Das Generationenargument gefällt auch mir nicht, denn damit werden Kinder letztlich ebenfalls nur funktionalisiert. Daß Du die Entscheidung über das Leben ungeborener Kinder indirekt in Kontext zu materiellen Fragen setzt, sagt alles. Aber leider ist das ja typisch geworden für Menschen Deiner Art.

Es ist ein eher direkter Bezug. Es IST nunma so, dass Kinder verdammt teuer sind, das regt nicht viele an, Kinder zu bekommen. Oder bist du einer von den Träumern die glauben , nur von Luft und Liebe leben zu können?

Ich nicht. Weder Opfer, noch sanft.

Doch. Opfer Deiner überheblichen Denkweise.

Naja, dito.

Allerdings - insofern Zustimmung - nicht sanft, sondern selbstgefällig und unmenschlich. Glückwunsch zum Erreichen dieser Bewußtseinsstufe!

Danke schön, Danke schön, aber ich gebe keine Autogramme.

Best wishes, Xenia


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