Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Abtreibung ist kein Kindsmord

Jörg, Sunday, 08.06.2003, 16:35 (vor 8277 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Abtreibung ist kein Kindsmord von Manfred am 08. Juni 2003 11:49:51:

Hallo Manfred!

>Das stimmt. Die Bezeichnung absichtsvolle/geplante Kindstötung wäre
für eine Abtreibung wohl passender.

Ohne jetzt Pedanterie betreiben zu wollen, aber wo wäre denn da der Unterschied?[/i]

Du hast diese Frage im weiteren Verlauf Deines Beitrages schon selbst
beantwortet.

Vielleicht ist es eine deutsche Eigenart leichtgläubig hinzunehmen der Gesetzgeber sei "universeller Herr" über alle Gesetze, also auch die der Natur, der Logik und der sprachlichen Ausdrucksform usw.

Davon gehe ich erstmal nicht aus.

(Das würde zumindest erklären, warum es die Kirche in Deutschland relativ schwer hat :-)

Das verstehe ich nicht.

Es ist aber keinesfalls so! Sogar wenn man das ganze von allen Emotionen zu befreien versucht, kann man nicht generell sagen es sei Mord, aber auch nicht es sei kein Mord, weil man einfach die Begleitumstände berücksichtigen muß.

Exakt das ist der springende Punkt. Daher bevorzuge ich den neutraleren
Begriff "Kindstötung".

[Abschnitt über die Wehrpflicht gelöscht]

Hier einfach die schleichende moralische Inflation zuzulassen, daß kaum etwas Mord sein könne, wenn nur Frauenhand im Spiel ist, sollten wir so leichtfertig nicht hinnehmen!

Darum geht es doch gar nicht. Ich sehe eher die umgekehrte Gefahr -
nämlich daß man bei der Bezeichnung "Mord" für eine Abtreibung meint, daß
etwas automatisch Mord ist, wenn Frauenhand im Spiel ist - um mal bei
Deinem Sprachgebrauch zu bleiben.

Gruß, Jörg


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