Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Abtreibung ist kein Kindsmord

Dieter, Tuesday, 10.06.2003, 09:38 (vor 8275 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Abtreibung ist kein Kindsmord von Xenia am 07. Juni 2003 23:48:35:

Es ist Mord und es bleibt Mord,

Das ist falsch, der Gesetzgeber hat es so nicht definiert.

Mit der gleichen Begründung muss man auch die Todesstrafe akzeptieren, sobald der Gesetzgeber sie als ein Mittel der Bestrafung sieht. Und alle Schregen des Naziregimes haben mit genau dieser Begründung "Es war doch Gesetz" versucht, sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Für mich ist nicht der Gesetzgeber das Mass aller Dinge sondern mein persönliches Gerechtigkeitsempfinden. Ob etwas Mord ist oder nicht, bestimmt nicht der Gesetzgeber, er legt einzig fest, ob er mit seinem Gewaltmonopol auf Bestrafung für ein Handeln besteht oder nicht.

Zum Argument "Das Kind in mir ist von mir abhängig, damit habe ich das recht, über dessen Leben und Tod zu entscheiden sei gesagt":
1. ich habe zwei Kinder und keines war im ersten Lebensjahr ohne fremde Hilfe lebensfähig, wieso macht es also einen Unterschiede, ob es draussen oder drinnen ist?
2. mit der fortschreitenden medizintechnischen Entwicklung wird es immer leichter möglich, daß sich Föten auch außerhalb der Mutter entwickeln. Spätestens wenn man aus jedem Zellklumpen auf diese Art einen Menschen machen kann, ist das Argument hinfällig. Was dann?

35% Prozent Abtreibungen sind einfach zu viel, um daß einfach nur so hinzunehmen, da stimmt was Grundsätzliches nicht


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