Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Kritik der Konsens-Ethik

Anti-Sexistin, Tuesday, 04.05.2004, 22:52 (vor 7945 Tagen) @ Daddeldu

Als Antwort auf: Kritik der christlichen Ethik von Daddeldu am 04. Mai 2004 19:36:07:

Hallo Andreas,

Fundamentale Normen proklamieren immer allgemeine Gültigkeit… Das Problem mit dem ethischen Relativismus ist … Was Dich nicht davon entbinden würde, Deine ethischen Auffassungen zu begründen.

In all dem bin ich ganz Deiner Meinung, Emmaleins sogenannter Konsens-Ethik trete ich auch keineswegs bei, stellt sie sich mir doch eher als eine gleichgültige „laissez faire-Ethik“ dar. Ethik kann für mich auch nicht relativistisch sein, sie muss absolut sein.

Wenn sie absolut sein muß, dann mußt Du bei den zehn Geboten und bei Gott landen, denn sonst ist nun mal nichts absolut, sondern bestenfalls ein als allgemein gültiges Kontrukt menschlicher Gemeinschaften gebautes Regelwerk (juristisch, basierend auf ethischen Grundlagen, aber eben allgemein gültig und verbindlich).

Die schlimmste Kritik am Relativismus ist noch immer dessen inhärenter Absolutismus: alles ist eben relativ und alles bloß Meinung und irgendwie hat jeder Recht. Herder ist an allem Schuld, denn der kam mit seiner Geschichtsphilosophie in Kombination mit seinem Holismus auf derartigen Schwachsinn, der sich schnell unter den Deutschen verbreitete, ohne dabei noch zu erinnern, daß dieser ganze Mist auf Herders Buckel gewachsen ist.

Anti-Sexistin


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