Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Noch zur Ergänzung

Emmalein, Tuesday, 04.05.2004, 18:57 (vor 7945 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Feminismus ist "frauen-ethisch" - und deshalb menschen-feindlich von Nick am 29. April 2004 15:10:47:

Hi,

ergänzend lässt sich dazu auch noch kritisch anmerken: Gleiche RECHTE bedeuten nicht absolute GLEICHHEIT.

Ich bin nicht genau wie Garfield. Garfield ist nicht wie Jolanda. Jolanda ist nicht wie Marie Juana. Marie Juana ist nicht wie ich.

Dennoch unterstehen wir hier alle dem Gesetz der Bundesrepublik Deutschland und haben gleiche staatsbürgerliche Rechte und Pflichten.

Selbst als Poster unterstehen wir alle denselben Regeln, denen die der Administrator in das Forum gesetzt hat. Sind wir deswegen gleich oder vertreten wir auch nur den gleichen Standpunkt? Keineswegs!

Und daran krankt die ganze ethische Überlegung: Es geht bei lobbyistischen Bewegungen (wie etwa der zur Gleichberechtigung der Schwarzen oder der zur Gleichberechtigung der Frauen) nicht um das Herstellen von Gleichheit - sondern um das Herstellen von gleichen RECHTEN. Gleiche Rechte und Pflichten für alle Staatsbürger sind die Grundvoraussetzung für ein demokratisches System. Mit jeder Gruppe von Staatsbürgern, die von diesen Rechten ausgeschlossen ist oder deren Rechte nur eingeschränkt gelten, wird der Staat undemokratischer.

Und bevor mich jetzt ein Männerrechtler fragt: Ja, genau - das ist die Grundlage, auf der ich den Wehr- und den Wehrersatzdienst nur für Männer ablehne: Weil er nämlich vom Grundsatz der gleichen Rechte sich entfernt und somit in gewisser Weise gegen den Demokratiegedanken verstösst.

Es grüsst
das Emmalein


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