Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Beruf, Kinder und Karriere

Sebastian, Saturday, 21.02.2004, 11:55 (vor 8021 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 21. Februar 2004 08:32:51:

Hi, Sebastian,
dass Du Axiome brauchst, habe ich nicht gewusst. Also gut: Ich habe das Axiom, dass jedes Individuum, das lebt, auch gerne weiterleben will. Für die meisten Individuen trifft das ja auch zu.

wenn es auf die individuen zutrifft dann liesse sich auch ein beweis finden und dann bräuchtest du kein axiom. also entweder es ist ein axiom, dann sage ich "ok ist nicht mein axiom" oder es ist keines. entscheide dich.

Und ich habe das Axiom, dass ein Leben in Freiheit angenehmer ist als ein Leben im Knast. Bis auf wenige Ausnahmen werden mir das die meisten Menschen auch bestätigen, deswegen denkt ich, ich kann das als Axiom nehmen.

das prinzip von axiomen ist nicht "weil es einleuchtend ist das xy ist, definieren wir xy ist", sondern das prinzip ist "es ist xy". also wie ist es nun ist es ein axiom oder lässt es sich doch beweisen?

Darauf aufbauend ist ein Vorteil etwas, das dem Überleeben dient, und das dem Überleben in Freiheit dient. War für mich eine Selbstverständlichkeit. Ist es für die meisten Menschen auch, wenn Du sie fragst: Möchtest du lieber sterben oder leben? Und möchtest Du lieber frei sein oder im Knast?

empirische nachfragen sind nur beweise für einzelfälle. das heisst du kannst sagen "die menschen die ich gefragt habe sind der meinung das". daraus kannst du nicht folgern was irgendein anderer mensch meint ausser du kannst es logisch beweisen.

Dann werden Dir die meisten Menschen antworten: Ich möchte leben, und lieber frei sein, als im Knast.

auch das ist unsinn, weil es nicht beweisbar ist. wenn du obiges alles als axiom annimmst und noch dazu das axiom animmst das du aus den aussagen einiger menschen schliessen kannst das anderen im selben verhältnis so denken, dann kannst du das sagen aber dann würde es auch heissen:

"meinem glauben nach (meiner axiome nach) denken die menschen xy".

Ein Vorteil entsteht so nicht aus einem Willen heraus, sondern aus Fakten. Ich habe alle Ressourcen, Du hast keine - ich werde überleben, Du nicht, es sei denn, ich gebe Dir einen Zugang auf meine Ressourcen. Dann habe ich nach meiner Definition einen Vorteil. Logisch?

nein es ist nicht logisch, was für fakten? das problem ist, das viele dinge als fakten anerkannt werden das aber alles nur dann funktioniert wenn man unheimlich viele axiome anerkannt das tue ich aber nicht, solange du das nicht klar sagtst. am ende wird sich nämlich herausstellen das alle deine tollen schlussfolgerungen (wie meine auch) wohl nur eine religion im gewand der "logik" und von empirischen daten sind.

Klar,denn ohne die Ressourcen stirbst Du. Und Du willst nicht sterben, weil alles was lebt, überleben will. (Axiom)
Ich hoffe, dass ist nachvollziehbar (begreifbar) für Dich.

teilweise aber es ist noch viel arbeit nötig dir abzugewöhnen ein axiombasiertes system als ein "nicht religöses" zu verkaufen :). aber das krieg ich schon hin, ich war schon immer ein guter priester meiner eigenen religion (mhm computer machen verrückt auch das nur mein glaube ;).

Es grüsst heute mal philosophisch
das Emmalein


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