Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Beruf, Kinder und Karriere

Manfred, Tuesday, 17.02.2004, 15:42 (vor 8025 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Beruf, Kinder und Karriere von Emmalein am 17. Februar 2004 09:34:11:

Hi, Manfred,
gut, dann drehen wir die Situation mal um: Stell Dir vor, die Mehrheit der MÄNNER hätte Schwierigkeiten, aufgrund ihres Geschlechts einen Job zu finden. Einfach so, weil sie Männer sind. Es hat nichts mit Qualifikationsdefiziten zu tun oder ähnliches. Es liegt nur an der Tatsache, dass sie Männer sind und meinetwegen Vater werden könnten.
Ich finde das unfair und ungerecht. Viele Frauen entschliessen sich doch dazu, überhaupt keine Kinder zu bekommen, daran denkt so jemand wie Expatriate nicht. Er denkt auch nicht daran, dass in Zukunft, wenn alle Unternehmer so handeln wie er, entweder die Frauen alle zu Abzockerinnen werden, oder sich um die wenigen Jobs im öffentlichen Dienst prügeln oder keine Kinder mehr bekommen, um ihre geringen Jobchancen nicht noch weiter zu verringern.
Ich wäre wirklich dafür, einen solchen Unternehmer und seine Produkte zu blockieren. Wenn mir etwas von dieser Einstellungspraxis irgendwo bekannt wäre, würde ich einen Boykottaufruf starten und mich mit Unterschriftenlisten an die nächste Strassenecke stellen.
Unternehmer sind vielleicht oberflächlich freundlich, aber sehr viele bestimmen schon selbst, wie viele Steuern sie zahlen, vor allem Grossbetriebe. Kleine und mittlere Betriebe haben solche Möglichkeiten noch nicht ganz so. Und wenn man das mit dem Steuern-Zahlen bedenkt, haben die sich längst aus der Solidarität für die Gesellschaft verabschiedet, denn das gut ausgebildete, produktive Personal wollen sie ja trotzdem noch, nur das Geld dafür wollen sie nicht mit aufbringen.
Es grüßt weiterhin mitleidlos
das Emmalein

Hallo Emmalein,

gut, dann drehen wir die Situation mal um: Stell Dir vor, die Mehrheit der MÄNNER hätte Schwierigkeiten, aufgrund ihres Geschlechts einen Job zu finden. Einfach so, weil sie Männer sind.

Männer kommen aber nicht so einfach davon! Sie werden zunächst mal aufgrund ihres Geschlechtes mit Zwangsdiensten bestraft und im Kausalzusammenhang damit folgen dann die weiteren Probleme, Jobsuche, Zeitverlust im Studium etc.

Ich finde das unfair und ungerecht.

Natürlich gibt es Ungerechtigkeit gegen Frauen, aber die Ungerechtigkeit die Männern widerfährt halte ich insgesamt für weitaus größer!
Die Frauenbewegung hat sich längst zu einem ideologielastigen, einseitigen demokratie- und männerfeindlichen Moloch entwickelt, der mehr und mehr eine Bedrohung für die gesamte Gesellschaft ist.
Klingt schlimm, ist aber noch viel schlimmer!
Es ist nicht die Sache einzelner Bevölkerungsteile (auch nicht der Unternehmer) das auf ganzer Linie rechtstaatliche Versagen zu kompensieren.

Ich stelle ebenfalls seit einigen Jahren nur Männer ein, weil mich die dummdeutsche und sexistische Zwangsdienstmentalität die einseitig auf Männer ausgelegt ist, so nervt. Mußt Dich aber nicht übermäßig aufregen, da 95% meiner Umsätze mittlerweile in den USA erwirtschaftet werden.
Im übrigen war und ist es todschick in weiblichen Unternehmerkreisen auch nur Frauen einzustellen.

Viele Frauen entschliessen sich doch dazu, überhaupt keine Kinder zu bekommen, daran denkt so jemand wie Expatriate nicht.

Ich schon! Hier greift meine Zwangsdienst-Argumentation.
Ich habe generell nichts gegen Frauen mit Kindern und Familien überhaupt, im Gegenteil, mir ist deren gesellschaftliche Bedeutung durchaus klar.
Es ist meiner Meinung nach nur leider so, dass der (deutsche) Staat nicht mehr seiner Aufgaben nachkommt, gesellschaftliche Entgleisungen und Ungerechtigkeiten zu beseitigen, sondern er ist vielmehr SELBST (insbesondere durch rot/grün) zum größten Verursacher gesellschaftlicher Mißstände geworden und daher in seiner "moderierenden" Funktion unbrauchbar geworden.
Da darf es nicht wundern, wenn dann einige Bürger (auch Unternehmer) in FOLGE dessen versuchen, in ihrer -vergleichsweise kleinen- Welt das auszugleichen, was eigentlich Sache des Staates und in dessen Verantwortung währe.

Insofern kann ich deine Probleme sogar ein klein wenig verstehen, aber ich denke Du verwechselst Ursache mit der Wirkung.
Die Frauenbewegung wurde doch von den Männern durchaus positiv aufgenommen.
Daß man nicht in wenigen Tagen eine gesellschaft umwälzen kann ist doch klar, aber insgesamt kann man doch nicht sagen, dass sich die Männer (in den 60-ern bis heute) der Frauenbewegung widersetzt hätten! Dann sähe es anders aus!
Die Frauenbewegung, gemeinsam mit einer mittlerweile sexistischen Regierung, hat es aber definitiv und in sträflicher Weise versäumt, den Gerechtigkeitsgedanken überhaupt nur noch ansatzweise wahrzunehmen.
In -wie ich finde- verbrecherischer Weise werden "Gesetze" erlassen, die jeder Rechtstaatlichkeit Hohn sprechen, werden Grundrechte beschränkt, verbogen, wird gelogen, geheuchelt, gedreht, ausgelegt und pervertiert, wie es die sexistischen Ideologinnen grade belieben, während gleichzeitig
fast alle Pflichten und Unannehmlichkeiten im Lande von Männern erledigt werden und sie nach wie vor das "heimliche Rückgrat" der Gesellschaft bilden.

Unternehmer sind vielleicht oberflächlich freundlich...

das nennt man Höflichkeit :-)

aber sehr viele bestimmen schon selbst, wie viele Steuern sie zahlen, vor allem Grossbetriebe.

Das gilt doch für den Arbeitnehmer genauso! Nur wird es von ihm selber nicht gerne wahrgenommen und liegt im Bereich der Kavaliersdelikte und daher nicht im Interesse der Strafverfolgung (was ich als liberaler Mensch prinzipiell auch gut finde)
Lediglich der Größenunterschied in den beträgen schürt viel Sozialneid, aber muß auch sehen, dass die eine oder andere Milliarde Steuerersparnis (z.B. eines Großkonzerns) nicht nur desen Chefs üppige Gehälter beschert, sondern auch den Arbeitern und kleinen Angestellten und indirekt aber unbestreitbar auch Arbeitsplätze sichert, weil das Unternehemn nunmal vom Geld lebt, wie auch "natürliche Personen".

Ich wäre wirklich dafür, einen solchen Unternehmer und seine Produkte zu blockieren. Wenn mir etwas von dieser Einstellungspraxis irgendwo bekannt wäre, würde ich einen Boykottaufruf starten und mich mit Unterschriftenlisten an die nächste Strassenecke stellen.

weise mir lieber nach, dass Du ein soziales Jahr (bloße körperliche Existenz, wie es von Frauen in ihrem überzogenen Sozialkompetenzanspruch oft ausgelegt wird, reicht nicht!) abgeleistet hast, dann können wir über einen Job reden

Und wenn man das mit dem Steuern-Zahlen bedenkt, haben die sich längst aus der Solidarität für die Gesellschaft verabschiedet, denn das gut ausgebildete, produktive Personal wollen sie ja trotzdem noch, nur das Geld dafür wollen sie nicht mit aufbringen.

Das sind eben jene Pauschalurteile, die sonst immer abgelehnt werden.
Klar - solche Unternehmer gibt es, aber auch andere! Was es generell nicht gibt, ist "der Unternehmer" schlechthin.

Es grüßt weiterhin mitleidlos
das Emmalein

Ich habe Mitleid, aber ich lerne grade, es zu unterrücken
danke für die Lektion ;-)
Gruß,
Manfred


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