Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Beruf, Kinder und Karriere

Anti-Sexistin, Thursday, 12.02.2004, 14:06 (vor 8030 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Beruf, Kinder und Karriere von Mic am 12. Februar 2004 10:55:40:

Dass frauen durch kinder in ihrer karriere behindert werden wird schon so sein. Was also tun? Den unternehmen aus steuergeldern pr�mien zahlen? M�nner in karenz schicken? warum nicht, nur dazu w�rden frauen geh�ren die das unterst�tzen, nicht nur verbal, sondern letztlich bei so einem hausmann bleiben und ihn nicht als weichei zum teufel jagen und sich einen gut verdienenden manager suchen. Ein weiterer punkt ist, dass frauen auch die wahlfreiheit haben m�ssen KEINE karriere machen zu wollen, eher einen ruhigen job, viel kultur, seidenmalen etc.

Ich finde, es wäre eine durchaus fruchtbare privatwirtschaftliche Initiative, wenn kein Lohnausfall bei Erziehungsurlaub bestünde, da immerhin hier ein Paar den Mut hat, Kinder in die Welt zu setzen und aufzuziehen. Ein nicht vernachlässigtes Kind ist volkswirtschaftlich gesehen auch wieder eine Investition in die Gesellschaft. Gerade heute klagen ausreichend Firmen über schlechte Teamplayerqualitäten bei dem Nachwuchs und schieben das auf die berufstätige Frau, die das Kind in eine Kindergrippe gibt, um schon nach einem Jahr wieder ihren Job aufzunehmen. Wie üblich appelliert die Wirtschaft auch hier mal wieder an den Staat und den Endverbraucher, der das letztlich bezahlen soll, statt selbst mal attraktive Anreize zu schaffen. Und Gehaltsfortzahlung während des Erziehungsurlaubs (egal, ob jetzt der Mann ihn nimmt oder die Frau), wäre schon ein Anreiz. Beide Partner wären insofern auch weiterhin voneinander ökonomisch unabhängig und Geld wäre nicht mehr ein Hauptproblem in Beziehungen. Statistisch gesehen kämen solche Maßnahmen natürlich jetzt zu spät um die Veraltung und das Absterben der Bevölkerung in Deutschland bis ins Jahr 2050 zu verhindern, aber es wäre mal eine Maßnahme, um den Leuten das Kinderkriegen finanziell zu erleichtern. Das bißchen Kindergeld macht den Bock nun mal nicht fett, wenn ein volles Gehalt wegfällt, aber ein weiteres Maul gestopft werden muß.


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