Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht.

Marie Juana, Saturday, 21.02.2004, 01:53 (vor 8021 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: "Kindererziehung haben Frauen doch schon seit Jahrhunderten umsonst gemacht. von Odin am 20. Februar 2004 12:15:58:

Politik muß aber finanzierbar sein, auch Sozialpolitik.

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nun odin, der irrwitz liegt gerade darin, dass in der medialen welt alle etwas behaupten und es schliesslich dann glauben.
ich will auch keine *buchhalterdiskussion* führen, sondern nur auf was grundsätzliches hinweisen:
jeder staat ist nur so gut, wie er zu den schwächsten seiner gesellschaft ist.
wir haben im moment eine brutalisierung innerhalb unserer gesellschaft und einen verteilungskampf um finanzielle ressourcen.
der staat wird aus der sicht der wirtschaft definiert, die allerdings kaum etwas zum gemeinwesen beiträt (unternehmenssteuern werden gesenkt, die gesamte infrastruktur wird von der gesellschaft getragen, bürgschaften werden geleistet). gewinne werden privatisiert, verluste sozialisiert.

dies ist nach fontane ein *weites feld*, aber ich wundere mich schon -auch in feministischen foren- darüber, dass sich das polititikverständnis vieler auf die übernahme dieser einfachen floskel ***sozialpolitik muss finanzierbar sein*** zurückzieht, ohne darüber nachzudenken, warum es angeblich nicht finanzierbar ist.
ich bin eine kritikerin der rot-grünen-kahlschlag-politik, mag den von dir gelobten schröder (ein zyniker, dabei zutiefst eitel)nicht und denke auch, dass wir in einer gefährlichen phase sind.
im stern war das interview von prof.wilhelm hennis: *die heutige elite, ist eine einzige fehlbesetzung*. ich stimme ihn in weiten teilen zu, weil es die *arroganz der macht* kritisiert.
umsomehr finde ich die kritik geradezu komisch, wir wären eine feministisch-angehauchte-gesellschaft.
nix da odin, jetzt rappelts im karton für mann/und frau, denn das eigentliche machtzentrum ist die wirtschaft, die sich das feixen sicher nicht verkneifen würde -würde sie diese feministischen oder männerforen im internet durchlesen-.
da knüppeln mann/frau aufeinander ein, disktutieren über die benachteiligung von mann/frau am arbeitsplatz ---wo doch gerade die damen/herren dabei sind, die arbeitsrechte, soziale absicherungen für mann/frau zu minimieren ---- und wir hampeln noch mit feminismus
(sorry aber das wort maskulinismus bringe ich nicht über meine lippen, hört sich richtig unanständig an) und dem M.... da rum, wo es doch um etwas gemeinsames gehen könnte.

Marie Juana,
(macht kaputt, was euch kaputt macht=von *ton,steine,scherben*)
rio reiser soll mal über claudia roth (die ständig betont, sie war mal die managerin von ton,steine,scherben)gesagt haben: *die ist nicht echt*.
echt sind die nie, die meinen sie haben macht, ob mann, ob frau.



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