Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: "Denn das Volk hat sich als das schwächere erwiesen..."

Paul, Friday, 29.10.2004, 13:26 (vor 7768 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: "Denn das Volk hat sich als das schwächere erwiesen..." von Ruth Teibold-Wagner am 29. Oktober 2004 09:31:56:

WIE bringt man sie dazu, Kinder auf die Welt zu setzen, wenn man sie nicht zwingen kann und auch nicht zwingen will?

WARUM soll man sie dazu bringen?
Nicht überlebensfähige Systeme werden von der Natur ausgelöscht, ihr Lebensraum wird sofort von andenen Systemen besetzt. Ihre Rolle von anderen Systemen übernommen - wenn nicht, dann war sie entbehrlich.

Das erinnert fatal an folendes:
Hitler sagte Zu Speer am 19. März 1945:
«Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. Es ist nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das deutsche Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil ist es besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das Volk hat sich als das schwächere erwiesen, und dem stärkeren Ostvolk gehört ausschließlich die Zukunft. Was nach diesem Kampf übrigbleibt, sind ohnehin nur die Minderwertigen, denn die Guten sind gefallen.»

Ja, erstens das - obwohl die Nazikeule nun wirklich ein Totschlagargument ist - und ausserdem ist es falsch. Nichts wird "ausgelöscht". Es ist nur so, daß alles, was sich (langfristig, zwischendurch kann es durchaus Phasen geringer Reproduktivität geben) nicht schneller fortpflanzt als es zerfällt, einfach "verschwindet". Das mit der Zuweisung einer "Rolle" lässt auch wieder die Idee eines "Sinns" durchscheinen, den die Natur für ein Lebewesen vorgesehen hat - was ebenfalls falsch ist, jedenfalls im Sinne der Evolutionstheorie. Und auf genau die hat sich ja auch Hitler berufen, dummerweise hat er sie auch nicht richtig verstanden.

Aktive Eingriffe "im Sinne der Evolution" in dieselbe gibt es nicht. Das ist ein Widerspruch in sich. Das hat Hitler schon nicht erkannt - mit katasrophalen, verbrecherischen Folgen - und das scheinen heute auch noch viele nicht kapiert zu haben. Dummerweise ist es so, daß sogar unterlassene Handlungen, die im Hinblick auf unser Wissen der um den Mechanismus der Evolution unterlassen werden, letztendlich "Eingriffe" darstellen würden. Die logische Konsequenz ist, daß wir uns bei unserem Handeln oder Unterlassen möglichst _überhaupt nicht_ um die Evolution kümmern sollten und dürfen (was schwierig ist, denn wir können dieses Wissen ja nun nicht mehr aus unseren Köpfen löschen), das tut sie schon selbst. Für uns ist nur entscheidend, ob wir unsere Handlungen von einem ethischen Standpunkt aus vertreten können!

Im Femi-Bereich gibt es ja auch diese Art von kruder Denke. Ich sage nur "Der Mann ist ein Fehler der Natur" - was für ein hanebüchener Blödsinn! Magnus hat sich ja deswegen vor einiger Zeit sehr aufgeregt, weil dieser Satz so auf einer "Mädchen"-Website verbreitet wurde. Ich kann ihn da durchaus verstehen. Der Satz an sich mag noch harmlos sein. Aber der dahinterstehende Denkansatz ist ebenso wie Hitlers Judenhass (und seinem "Erkennen" der Juden als "minderwertige" Lebensform) der Ausgangspunkt für eine potentiell verbrecherische - und irrationale - Ideologie. Wir sollten also nicht die selben Fehler machen, wenn wir GEGEN den Feminismus und seine Auswirkungen vorgehen wollen.

Gruss,
Paul


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