Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Logische Inkonsistenz

Paul, Thursday, 28.10.2004, 16:40 (vor 7769 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Der Erfolg ist der Römer Untergang. von Max am 28. Oktober 2004 13:09:31:

Ja, ich habe eine Lösung: Das Leben freigeben! Bedingungslose Rückübertragung von Verantwortung vom Staat auf den Einzelnen. Grundsätze definieren, die sakrosankt zu sein haben und nicht zur Disposition stehen. (Daß Frauen gefälligst Kinder zu kriegen haben - no matter what - wäre der erste....)

Diese Denke ist bemerkenswert inkonsistent. Wenn Du Verantwortung vom Staat auf das Individuum zurückübertragen willst, dann ist das schon gut (absolute Zustimmung meinerseits). Aber das verträgt sich nicht mit dem den "sakrosankten" Grundsatz, daß Frauen Kinder zu kriegen haben. Denn ein freies Individuum muss alles tun und lassen können, solange es nicht andere Individuen(!) schädigt. Die einzige Rechtfertigung für eine "Pflicht zum Kinderkriegen" wäre allerdings, daß ansonsten die Gesellschaft - sprich der "Staat" - geschädigt wird. Das ist allerdings eine klassisch kollektivistische Begründung, die mit der Idee eines liberalen Individuums vollkommen unvereinbar ist. In der Tat sind solche Begründungen typisch für Gesellschaften, die die Rechte ihrer einzelnen Bürger konsequent missachten.

Du musst dich also schon entscheiden was Du willst. Mir scheint, Du möchtest gerne viel Freiheit - aber vor allem für Dich selbst bzw. einen Kreis von "Auserwählten" (wir hatten diese Diskussion schonmal, als um das Wahlrecht ging), aber andererseits propagierst Du dirigistische Methoden - die noch dazu nur mit dem Nutzen eines "Kollektivs" zu rechtfertigen sind - wenn dir etwas am Status Quo nicht in den Kram passt.

Gruss,
Paul


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