Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Minus - Punkte für Männer

Maesi, Thursday, 12.12.2002, 20:53 (vor 8454 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Minus - Punkte für Männer von Eugen Prinz am 01. Dezember 2002 13:51:47:

Hallo Eugen

Sei bedankt für deine sehr durchdachten Stellungnahmen. Nicht minder sympathisch finde ich, dass du dich nicht scheust, sie quasi-öffentlich zu schreiben.

Dankeschoen

Ich möchte hinzufügen: Viele kaschieren ihre legitime, respektable Kritik hinter Anonymität, als gelte es eine perverse Neigung zu verheimlichen. Das ist ein schlimme Sache. Dadurch stützen sie die Macht der Feministinnen noch zusätzlich. Männer die Angst haben - sind das etwa ernstzunehmende Gegner? Ganz davon abgesehen, welcher Schaden der Diskussionskultur durch die Anonymität zugefügt wird.

Die Diskussion um Realnamen im Internet ist beinahe so alt wie das Internet selber. Es ist meine persoenliche Entscheidung, dass ich mit Mail-Adresse poste. Wer das Beduerfnis hat, mir etwas persoenlich mitzuteilen, kann das per Mail tun. Fuer die Diskussion im Forum ist es IMHO jedoch nebensaechlich, ob jemand unter seinem wirklichen Namen auftritt oder nur unter einem Nick. Anders ist es bei Aktionen im RL, wie z.B. Mailaktionen, Leserbriefen, Anfragen an Behoerden oder Politiker und dgl., dort sollte man grundsaetzlich immer als fassbare Person auftreten. Ich glaube aber nicht, dass der Diskussionskultur, zumindest im Netz, erheblichen Schaden zugefuegt wird durch anonyme Poster mit gut begruendeten Beitraegen. Angst vor obrigkeitlichen Repressionen haben wohl die wenigsten; ein gewisses Risiko geht man allerdings ein, wenn man mit (gueltiger) Mail-Adresse postet. Naemlich, dass man mit SPAM ueberflutet wird. Das ist wohl der wichtigste Punkt, der die meisten davon abschreckt, mit Mail-Adresse zu posten. Jeder der sich in der Maennerbewegung engagiert, sollte sich auch bewusst sein: Wer sich einsetzt, setzt sich aus. Und es ist durchaus moeglich, dass irgendwelche kranken Typen Dich dann privat terrorisieren, z.B. Ware in Deinem Namen bestellen, Telefonterror, wueste Mail- oder Briefattacken lancieren, usw.

Es geht mir ausschließlich darum, etwas in unseren Angelegenheiten zu erreichen. Aber das werden wir nicht, wenn wir uns verstecken. Darf ich dich um Unterstützung bitten für einen Kurs, dieses Gebaren zu verändern? Ich selbst benütze als Schriftsteller nach altem Brauch ein Pseudonym, bin aber über meinen Verlag erreichbar, und wer mehr wissen will, braucht mich nur zu fragen.

Verstecken brauchen wir uns nicht. Es ist auch keine 'perverse Neigung', die die meisten antreibt, hier zu schreiben sondern ein echtes Beduerfnis sich zu artikulieren. Dabei sollte es jedoch nicht bleiben. Jeder kann etwas dazu tun, feministische Denkweisen zu demaskieren; sei es im persoenlichen Gespraech mit Maennern und Frauen, sei es mit Briefen und Mails an Redaktionen von Massenmedien, Behoerden (insbesondere Gleichstellungsaemter) und Regierungsmitglieder, Fragen und Diskussionsanstoesse bei oeffentlichen Parteidiskussionen oder -versammlungen, usw. Da braucht man dann aber wirklich etwas Zivilcourage, denn dann begibt man sich aus dem Schutz der Anonymitaet heraus.

Ich bin es ordentlich leid, gute Argumente an Pappkameraden zu verschwenden, davon ich in den Foren nicht wenige vermute. Es gibt wahrlich sinnvollere Baustellen.

Bei Gastpostern kann man natuerlich nie sicher sein, ob es sich dabei tatsaechlich um eine reale Persoenlichkeit handelt; bei allen Stammpostern kannst Du jedoch davon ausgehen, dass es sich nicht um Pappkameraden handelt.

Beste solidarische Gruesse zurueck

Maesi


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