Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Männerinteressen und Deformation

Jörg, Thursday, 14.11.2002, 18:32 (vor 8482 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Männerinteressen und Deformation von Eugen Prinz am 14. November 2002 12:55:58:

Hallo Eugen!

ich bin erleichtert, dass du dich, trotz meiner sicher provokanten Einwendungen, an die eigenen Vorgaben hältst (...sozialverträglicher Stil).

Ich bemühe mich (und meistens gelingt mir das auch ;-)).

Ich bin ein bisschen FM-geschädigt. Es gibt nicht nur bei den Teilnehmern unangenehme Leute! Ausgerechnet in einem Grünen Forum hat mal einer... aber lassen wir das.

Es gibt überall solche und solche.
Oftmals gilt auch im Internet wie im realen Leben: der Ton macht die Musik.

>So? Dann weißt Du, der Du soeben erst aufgetaucht bist, offenbar mehr als ich.
'aufgetaucht' - das ist gut! Inspirierend.
Ich hätte mich ja vorgestellt, habe aber den Eindruck, dass man in den Foren nicht unbedingt Wert darauf legt.

Das ist nicht der springende Punkt.

Ob Du Dich vorstellen möchtest oder nicht liegt in Deiner freien Entscheidung. Es gibt hier Leute, von denen weiß man relativ viel und es gibt hier Leute, von denen weiß man nicht viel mehr als ihr Pseudonym, mit dem sie unterwegs sind. Beides ist aus meiner Sicht in Ordnung.

>Nur zur Information: Es gehen nicht alle Beitragslöschungen auf mein Konto (auch meine beiden Co-Forenmaster haben aufgrund der vielen Störversuche ständige Löschungsbefugnis).

Das war so ziemlich das erste Dilemma, das mir aufgefallen ist, als ich 'aufgetaucht' bin, was allerdings nicht in deinem Forum war. Ganz so unbeleckt bin ich denn doch nicht.[/i]

Warum Dilemma? Ich weiß natürlich nicht, auf welches Forum Du anspielst, kann jedoch aus Erfahrung sagen, daß solch eine Maßnahme bei heiklen Forenthemen und vernünftigem (d. h. moderatem und wohlüberlegtem) Umgang mit der Löschfunktion absolut sinnvoll ist.

>Ich glaube eher, Du hast von der Forendynamik hier null Ahnung, was Dich aber nicht davon abhält sie sogleich als leicht durchschaubar einzustufen. Sowas liebe ich.

Dein Glaube in Ehren ;-)[/i]

Du magst Dich in der Forenthematik sehr gut auskennen. Daß Du jedoch auch einschätzen kannst, was sich hinter den Kulissen der Foren abspielt, daran hege ich nach wie vor starke Zweifel. Einen Teil der Störmanöver kann man zum Beispiel nur dann erkennen, wenn man Einblick in das Forenprotokoll hat oder Schlußfolgerungen aus dem E-Mail-Verkehr ziehen kann und ich empfinde es offengestanden als Anmaßung, wenn Du diese und vergleichbare Umstände schlichtweg negierst.

> > Freilich! Diese 'braven' Frauchen brauchen sich die Hände oder das Maul garnicht mehr zu beschmutzen. Für sie ist doch alles bestens gelaufen. Sie schimpfen vielleicht mit uns auf den Feminismus, aber die Kriegsgewinne kassieren sie trotzdem.

Ja, so sieht das leider aus. Wäre es Deiner Meinung nach anders verlaufen, wenn Männer die "Kriegsgewinne" bekommen hätten?

Es ist sehr in Mode, Männern Scheingewinne oder historische Schulden vorzurechnen. Ich frage mich wo sie sind - meine Privilegien, meine Macht.[/i]

Moooment. Bitte nicht Äpfel mit Birnen verwechseln. Das was Du schreibst ist zwar richtig und auch meiner Meinung nach kritisierenswürdig. Ich wollte jedoch auf etwas ganz anderes hinaus. Ich halte das Verhalten der Frauen, die Kriegsgewinne der Feministinnen abzusahnen, schlichtweg für eine menschliche und nicht für eine geschlechtstypische Eigenschaft.

Ich wünsche es mir natürlich ausgewogen. Aber die Zeiten stehen nicht für Ideale. Wir müssen die Gleichberechtigung nicht etwa verteidigen - wir müssen sie erst mal herstellen!

Zustimmung.

>Gesellschaftliche Akzeptanz und Durchsetzung von Zielen ist doch kein Widerspruch. Je mehr Akzeptanz in der Gesellschaft für die Männerbewegung vorhanden ist (...), desto besser kann sich diese auch durchsetzen.

Das ist eine kühne Behauptung und ein Ansatz mit ungewissen Aussichten. Wer sich nach allen Seiten verbeugt, der hat sich schnell das Kreuz gebrochen.[/i]

Muß man sich verbeugen, um Akzeptanz zu erreichen? Ich meine nein.

Es gibt eine ganze Reihe respektabler, akzeptierter Bewegungen (Ärzte gegen Atomkrieg, Amnesty, Attac, Greenpeace...) die dennoch größte Probleme haben, sich durchzusetzen. Greenpeace z.B. wird wohl kaum bei der Atomindustrie um Akzeptanz werben.

Mal etwas provokant gefragt: Du meinst also, daß Greenpeace komplett versagt hat, weil sie nicht augenblicklich sämtliche Atomkraftwerke stillegen lassen können? Das ist meines Erachtens eine sehr eingeengte Sichtweise. In der Anfangszeit wurden Greenpeacler schlichtweg als Spinner verlacht. Heutzutage finden sie breite gesellschaftliche Unterstützung. Das allein ist für meine Begriffe schon eine enorme Leistung. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß und Freund und Feind, sondern auch viele Grautöne dazwischen.

> > Im übrigen: Rede ich vielleicht von Schmutzwäsche, wenn ich dafür spreche, die eigenen Angelegenheiten zu verfolgen, weniger nach den Frauen zu schielen und etwas gelassener mit Leuten umzugehen, die die reine Form noch nicht gefunden haben?

Wer bestimmt, was die "reine Form" ist?

Da hast du was missverstanden. So breitbandig ist dies Medium offenbar doch nicht. Du hast ja selbst in deiner Präambel eine Bitte um 'reine Form', die ich durchaus unterstütze.[/i]

Ich verstehe Dich nicht. Drücke Dich bitte etwas klarer aus.

>Sorry, Deine Beiträge machen einen sehr polarisierenden Eindruck auf mich, den ich nicht für gut halte.

Einen goldenen Stern für uns, wenn wir trotzdem was zuwege bringen! Wir müssen ja nicht gleich heiraten.[/i]

Meines Erachtens kann man die Diskussionen in den Foren durchaus auch schon als einen Schritt auf dem Weg zu den Zielen der Männerbewegung ansehen.

Jörg


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