Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Männliche Sexualität?

AJM, Monday, 06.09.2004, 22:43 (vor 7822 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Männliche Sexualität? von Garfield am 06. September 2004 18:22:52:

Hallo Garfield,

ich gebe Dir Recht in der Aussage, daß Menschen für gewöhnlich nicht dazu programmiert sind, ein Leben lang zusammen zu bleiben (was ja heute auch mal locker 60 Jahre bedeueten kann). Ich gebe Dir auch Recht darin, daß der feministische Mainstream allen Männern ein schlechtes Gewissen eingeredet hat (leider mit Erfolg) und bei vielen Frauen erreicht hat, daß Sex als etwas Widernatürliches, ja sogar als was Kriminelles angesehen wird. Nur denke ich, daß die deutsche Durchschnittsfrau noch nie was von Andrea Dworkin und ihrem Geschreibsel u.a. gehört hat. Der Name Alice Schwarzer mag vielleicht noch geläufig sein, aber das wars dann auch schon. Und emapnzipiert fühlt sich ohnehin heute jede Frau (aber natürlich immer noch benachteiligt durch die böse, böse Männerwelt).

Was das Sexualverlangen und -verhalten jedoch angeht, so denke ich, daß Frauen auch früher eher nicht nach Sex war, vor allem nach einer längeren Dauer der Beziehung, dies aber trotzdem haben geschehen lassen, um ihre wirtschaftliche Grundlage nicht zu verlieren. Die andere Alternative war natürlich dem Mann zu "gestatten", fremd zu gehen. Alles immer unter der prämisse der eigenen Absicherung.

Bei der heutigen Gesetzeslage kann die Frau einfach "nein" sagen und ihre Existenzssicherung ist in jedem Falle gesichert. Denn egal, was der Mann macht um seinen Neigungen nachzugehen, das Spinnennetz der männerfeindlichen Rechtsprechung hat für jeden erdenklichen Fall etwas parat: Geht er fremd, läßt SIE sich scheiden (mit allen Unterhaltsverpflichtungen wie bekannt). Holt er sich den Sex beider angetrauten, wird von Vergewaltigung gesprochen (zu Recht). Folge: Rausschmiß, Scheidung, Unterhalt..... Bleibt er keusch, so verleugnet er zu Gunsten der Frauenneigung seinen eigenen trieb (Trieb nicht negativ gemeint).

Egal wie man es wendet, der Frau kann es egal sein, ob sie Sex hat oder nicht, sie muß sich nicht mehr anstrengen um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Entsprechend läßt der Sexualtrieb (sofern zu Spaßzwecken überhaupt vorhanden) deutlich nach. Ich weiß nicht wie es bei Dir war, aus meiner Erfahrung (und der von guten Freunden) kann ich das Nachlassen des Interesses an Sex (vor allem an gutem Sex) durch die Partnerin immer wieder beobachten.

Gruß

AJM


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