Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Mehr Geld bedeutet nicht mehr Sex

Ekki, Wednesday, 01.09.2004, 13:25 (vor 7828 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Mehr Geld bedeutet nicht mehr Sex von Guildo am 31. August 2004 22:01:52:

Ich fürchte, es ist so, wie der Artikel es schildert:

Die Lust auf Sex ist bei Frauen generell unterentwickelt. Ausnahmen bestätigen die Regel und sind nicht an Geld oder sonst irgendwas gebunden, sondern nur an die persönliche Geilheit.

Zweimal pro Monat - lachhaft! Und dafür eine Ehe mit dem ganzen Brimborium und allen (unkalkulierbaren) Folgen? Nee danke!

Man(n) muß sich halt nur nach den Ausnahmen umsehen und im Falle eines Falles zugreifen.

Aber eines ist mir noch aufgefallen:

So ganz nebenbei wird im Artikel die Behauptung aufgestellt, Verheiratete hätten am häufigsten Sex, und am glücklichsten seien die Personen, die nur mit einem Sexualpartner verkehrten:

The report concluded that married people have more sex than those who are single, divorced, widowed or separated, and that the "happiness-maximising" number of sexual partners is one.

Setzt man dies mal in Beziehung zu den anderen Aussagen des Artikels, so wird schnell klar, daß da irgendwas nicht stimmen kann:

The typical American has sexual intercourse two to three times a month.

Aber:

The survey found 19 per cent of the "low-income" group reported having sex two to three times a week, compared with 21 per cent of the "high-income" group.
But only six per cent of the high-income group reported sex four or more times a week, compared with eight per cent of the low-income respondents.

Ist also der Durchschnittsamerikaner nicht verheiratet (da nur 2 bis 3 Mal pro Monat Sex) oder was? Und wie verteilt sich unter den verheirateten Amerikanern die Sexhäufigkeit? Spielt das Familieneinkommen dabei eine Rolle?

Der eine Satz darüber, daß angeblich Verheiratete mehr Sex hätten als andere, dient keinem anderen Zweck als dem, den Lesern zu suggerieren, daß die Ehe doch im Wortsinne das Höchste der Gefühle sei.

Diesem Zweck dient er allerdings gut:

Er kommt so nebenbei dahergeplätschert, dieser Satz, daß man schon sehr wach und kritisch sein muß, um ihn in Beziehung zum Rest des Textes zu setzen und in nicht einfach (fast unterbewußt) aufzusaugen.

Das, liebe Freunde, ist ein Beispiel für die subtile Propaganda, mit der uns Ehe und Familie untergejubelt werden sollen, damit nur ja niemand diese Institutionen mit dem kalten, nüchternen Blick betrachtet, den sie verdienen.

Und damit das in diesen Institutionen in der Regel herrschende emotionale Elend sich fortpflanzt (welch hübsche sprachliche Parallele zur menschlichen Fortpflanzung!).

Gruß

Ekki


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