Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Mehr Geld bedeutet nicht mehr Sex

Jolanda, Wednesday, 01.09.2004, 18:48 (vor 7827 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: Mehr Geld bedeutet nicht mehr Sex von Ekki am 01. September 2004 14:26:29:

Hallo Ekki

Ich mag übrigens dieses Jola ;-)

Männer untereinander (ohne Frau/feste Partnerin usw. in Hörweite) reden genauso wie ich - und nicht immer in so gepflegten Worten. Und worüber man gern redet, das bewegt einen.

-- Weisst du, ich denke auch, dass jeder Mann gerne guten Sex hat, wirklich, ist für mich irgendwie auch logisch.

Aha! Und jetzt soll ich also die Bedürfnisse der Frauen als höherwertig erachten? Kannste lange warten!

-- Sei mir nun bitte nicht böse, aber ich musste hier schmunzeln. Nein, Ekki, das sollst du nicht, warum auch? Ich finde nicht, dass die Bedürfnisse der Frauen höherwertig sind, kein bisschen. Das war eine rein sachliche Darlegung meiner Gedanken. Das sind Fakten, dass junge Männer wirklich einen viel stärkeren Drang nach ständigem Sex haben als junge Frauen. Das heisst, ein junger Mann muss da seine Bedürfnisse wohl eher über diverse Frauen befriedigen, wobei Frauen mit einem Mann meistens zufrieden sind.

Zudem Ekki, ich erwarte von dir gar nichts, also muss ich auch nicht lange warten ;-)

Schlimm genug, wenn ich meine Bedürfnisse nicht so befriedigen kann, wie >ich will. Gutfinden muß ich das noch lange nicht.

--Das habe ich auch nie gesagt, mit keinem Wort.

Außerdem:
Ich halte es für wünschenswert, daß gerade junge Männer sich sexuell austoben können, ohne dafür zahlen zu müssen.
Da dies in unserer Gesellschaft nicht gegeben ist, kannste Dir denken, was ich von dem diesbezüglichen gesellschaftlichen Mainstream halte.
Wobei ich mal hoffe, daß es unter den Frauen wenigstens ab und zu ein paar Ausnahmen von dieser Bedürfnisstruktur gibt.

--Du meinst also, wenn in der Gesellschaft akzeptiert würde, dass Treue nichts bringt und man einfach seinen Trieben folgen soll, dann würde sich das Sexualverhalten der Frauen ändern. Denn das müsste es ja, damit sich etwas ändert.

Ich weiss nicht Ekki, ich denke, das Verhalten der Frauen hat sehr wenig mit Kirche, Werten, Treue zu tun. Ich verstehe nicht ganz, was genau du dir davon versprichst. Ich meine, ich erkenne dein Problem, nur wie soll sich das ändern?

Ich denke, es gibt hundert Gründen, dass es so schwer ist, eine Frau einfach nur so mal zum Vergnügen zu finden, die Spass daran hat und nicht mehr will und nicht gleich heiraten will, die einfach nur aus Spass an der Sache mit dir schläft.

Aber es liegt doch bestimmt nicht an der Treue. Ich würde sogar behaupten, wenn eine verheiratete Frau mit dir ins Bett geht, dann ist die Chance, dass sie wirklich nur guten Sex haben will viel grösser, als wenn du das mit einer Frau tust, die noch einen Partner sucht.

Schau, ich persönlich, ich würde meinen Mann nie verlassen, weil er mit einer anderen Frau geschlafen hat. Mein Mann ist ein guter Ehemann und ein liebevoller Vater. Er ist für uns da und dass zählt.

Ich finde geistige Treue viel wichtiger, als körperliche, hier kann ich schon sehr gut differenzieren. Aber ich fühle mich nicht beleidigt oder an etwas gehindert, wenn absolute Treue eben im Grunde genommen beides einschliesst.

Ich sehe das aber nicht so eng. Ich finde, wenn ein Mensch das Leben kann und sich dabei gut fühlt und es aus eigener Ueberzeugung tut, dann ist das etwas Schönes. Dann hat er mir etwas voraus, sehe ich eben so.

Nur dass heisst doch nicht, dass das nun jeder einfach so leben muss oder kann. Ich kann mir selber verzeihen, wenn ich untreu werden sollte und ich kann das auch meinem Mann verzeihen.

Egozentrisch ist, einem anderen Menschen aus "moralischen Gründen" den Beischlaf zu verweigern (obwohl man eigentlich auf die betreffende Person scharf ist).

--Und das willst du ändern, indem du die Devise raus gibst, jeder soll Sex haben, wann immer und wo immer und mit wem immer es ihm Spass macht...und damit wäre alles viel einfacher.

Mir erscheint das zu einfach. Ich meine, die meisten Frauen verweigern sich doch nicht aus moralischen Gründen....sie sind total scharf aber tun es nicht, weil man treu sein muss....vergiss es.

Wenn Frauen richtig scharf sind, dann tun sie es, ob sie verheiratet sind, katholisch oder was auch immer....die haben da kein bisschen mehr Skrupel als Männer....denkst du nicht, diese vorgegebene Moral ist dann eher eine Ausrede...du also echt, ich bin auch kein Kind von Traurigkeit und ich rede mit vielen Frauen und mir wird viel erzählt. Wenn du willst, dass Frauen williger werden, dann wirst du das bestimmt nicht mit dem Ausrotten von Werten wie Moral, Liebe, Treue, etc. können, denn die zählen schon heute für die meisten nicht mehr viel.

Denn, wenn diese Werte noch mehr zählen würden, dann hätten wir nun nicht diese Scheisse. Die Emanzipation hat den Selbstfindungswahn von Frauen sehr gefördert. Gerade Frauen, der heutigen Zeit sind stolz darauf, sich eben einfach zu holen, was sie brauchen. Wenn es sein muss, auch nur mal kurz einen Erzeuger für ihr Kind.

Und du denkst, es liegt an der Moral...hier denken wir wirklich komplett anders.

Man soll ja auch nicht die Familie hergeben, sondern bei der Familie bleiben und sich (auch) außerhalb der Familie vergnügen. Und die Familie soll deswegen nicht verrückt spielen.

-- Du wirst das vielleicht schwer verstehen...lächelt...aber ich könnte damit leben....denn wenn es dann nur daran liegen sollte, dass es Männer gibt, die sexuell einfach mehr brauchen, das aber sehr wohl differenzieren können, dann ist das ihre Sache. Solange es uns als Familie nicht tangiert, habe ich kein Problem damit. Und ich kann damit leben, obwohl ich sehr wohl weiss, dass Treue eigentlich etwas anderes bedeutet.

Ich komme hier in keinen Gewissenskonflikt. Zumal es in dem Fall ja nicht um mich geht und ich bin für absolute Selbstverantwortung, jeder ist für sein Leben selber verantwortlich.

Kalt ist es in der Tat, wenn ich mir gegenüber anderen Menschen jede körperliche Annäherung, die gegenüber einen distanzierten Handschlag hinausgeht, versagen muß, weil ich befürchten muß, daß (a) die betreffende Person moralingetränkt und gefühlsgehemmt ist, (b) selbst wenn die betreffende Person nichts dagegen hätte, trotzdem Ärger mit ihrem Umfeld zu befürchten ist, wenn sie schon in festen Händen ist, (c) selbst, wenn die Faktoren a und b nicht zutreffen, mir z.B. am Arbeitsplatz rechtliche Konsequenzen drohen, wenn ich "meine Finger nicht bei mir behalte".

-- Wie gesagt, ich glaube nicht an den Hinderungsgrund Moralität, an die Gefühlshemmung schon eher...nur die hat ihren Ursprung sicher nicht dort wo du ihn vermutest. Ich meine, was denkst du denn, wie es Männern geht, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, die abgezockt wurden, denen man die Kinder weg nehmen will, etc. denkst du nicht auch, dass das auch zu Gefühlshemmungen führen kann. Und erwartest du von einer Frau, bei der du dir am Arbeitsplatz Sorgen machen musst, ob man dich nicht wegen sexueller Belästigung abmahnt, dass solche Frauen sich spontan, ohne Hemmungen auf dich einlassen.

Hier ist doch so viel kaputt Ekki, aber das hat doch nicht vordergründig mit der Moral zu tun. Die Frauen haben sich noch nie so wenig um Moral geschert, wie sie es heute tun. Was hat es euch denn gebracht?

Ich weiss nicht, ich denke einfach, so wie du meinst, so lässt sich das nicht verändern.

Weisst du, ohne nun ironisch werden zu wollen, es geht mir um Lösungen, die für beide Seiten gut sind, um partnerschaftliche Lösungen für ein miteinander. So, dass sich auch die Männer gut fühlen und auch ihre Bedürfnisse gedeckt sind, sicherlich. Aber ich denke nicht, dass sich die Lösung für das, was mir am Herzen liegt, einfach so durch das Abschaffen der Moral ergeben wird.

Ich sehe darin einen Vorteil für dich ganz persönlich, für die Art und Weise wie du leben möchtest. Nur die kann ja nicht für alle Gültigkeit haben. Dazu sind wir dann doch zu individuell, ich denke, auch ihr Männer unter euch.

Egal, was Männer in Gegenwart ihrer Partnerinnen reden und tun - mit ganz wenigen Ausnahmen wünschen sich alle Männer jeden Alters (unabhängig davon, ob sie in einer festen Beziehung leben oder sich solche anstreben oder keines von beiden) mit Sicherheit eines:
Möglichst oft im Leben möglichst viel Intimität in jeder Form (fängt für mich schon beim Streicheln an) mit möglichst vielen Frauen zu haben, und was Geschlechtsverkehr betrifft, diesen einfach um seiner selbst willen zu haben, mit Bekannten oder weniger Bekannten, einfach um des geilen Gefühls willen.
Daß Männer dies nur unter sich zugeben, ist taktisch ohne weiteres verständlich.

-- Nun ja, viel Sex und viel Streicheln, viel Intimität, das glaube ich dir sofort, dass das vor allem junge Männer möglichst oft wollen. Ob es mit möglichst vielen Frauen sein muss. Ich weiss nicht.

Das müsste ich die Männer hier fragen, ist es so, dass ihr nicht nur möglichst viel Sex, sondern auch mit möglichst vielen verschiedenen Frauen haben möchtet?

Treue ist - zumindest seitens der Männer - ein Mangel an Gelegenheiten.

-- Ist das so? Ist das in jedem Alter so?

Es ist übrigens seit längerem erwiesen, daß Männer, die im Leben überdurchschnittlich vie Inititative beweisen, auch ein überdurchschnittliches Sexbedürfnis haben.
Den Testosteron ist ein Hormon, daß ganz generell zu Aktivitäten anspornt.
Daraus allerdings den Schluß zu ziehen, man könne den Sexualtrieb "sublimieren", in dem man die Energie ausschließlich in andere Kanäle umleitet - das ist hanebüchen und führt nur zu Frustrationen und Doppelmoral.

-- Hier will ich dir nun echt nicht zu nahe treten, aber denkst du, dass du das beurteilen kannst. Ich glaube sehr wohl, dass man Energie umwandeln und kanalisieren kann. Auch sexuelle Energie. Für dich ist das hanebüchend, aber ich denke einfach nicht, dass du etwas wirklich beurteilen kannst, dass du nicht kennst. Und die Menschen, die so etwas können, gibt es ja vor allem auch im buddhistischen Glauben, die erscheinen mir nicht frustrierter als so mancher Mann, der ausgiebig Sex hat. Aber wie gesagt, dass wiederum ist meine ganz subjektive Auffassung.

Vor diesem Hintergrund wir auch verständlich, warum die Feministinnen so gern den "Softie" haben wollen: Die sind halt total gestört und wollen nicht, daß ihnen irgendwer an die Unterwäsche geht.

--- Oh Ekki...auch hier gibt es ganz andere Fälle. Du würdest dich noch wundern, wie manche gegen aussen hartgesottene Feministin zum schnurrenden, unterwürfigen Kätzchen wird. Und die stehen im Bett auch nicht auf Softies....glaube mir...die Softies, die werden bei den Grünen in deren Partei platziert....;-)

Einen lieben Gruss
schickt dir
Jolanda


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