Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Mehr Geld bedeutet nicht mehr Sex

Ekki, Wednesday, 01.09.2004, 22:12 (vor 7827 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Mehr Geld bedeutet nicht mehr Sex von Jolanda am 01. September 2004 14:16:34:

Hallo AJM
Und richtig, ich bevorzuge Sex mit viel Gefühl. Wenn ich mich ganz hingebe, wenn ich mir wünsche, dass mein Partner sich auch völlig gehen lassen kann, dann braucht das doch Vertrauen.

Für mich auch, aber unter Vertrauen in diesem Zusammenhang verstehe ich:

a) Das Vertrauen, daß keine Geschlechtskrankheit vorliegt.

b) Das Vertrauen, daß der Sexpartner mir keine Kinder unterjubelt, die ich nicht will.

Jede andere Dimension von Vertrauen ist für mich dabei entbehrlich.

Ich denke, dass es auch mehr am Vertrauen mangelt als an der reinen Lust auf Sex. Ich denke, dass viele Männer Angst haben, was auf sie zukommt, wenn sie sich mit Herz und Seele auf eine Frau einlassen. Gerade wegen den Kindern, die Angst, dass man sie ihnen dann einfach weg nehmen kann, dass sie nur noch bezahlen müssen.

Jolande, da projizierst Du weibliches Denken auf die Männer.

Männer, die nur Sex aus Spaß an der Freud wollen, haben Angst davor, Kinder untergejubelt zu bekommen.

Männer, die sich Kinder wünschen und auch behalten wollen, machen zunächst einen Heiratsantrag oder geben zumindest ihrem Kinderwunsch eindeutig Ausdruck.

Wer das nicht tut, will halt nur Spaß am Sex haben.

Aber ich denke, dass es auch Männer gibt, vor allem Väter, die, wenn sie sich zwischen ihren Kindern und Sex entscheiden müssten, die auch die Onanie vorziehen würden und dafür ihre Kinder behalten, denkst du nicht auch?

Bitte, bitte, bitte, komm doch endlich von der oben bereits beanstandeten Projiziererei runter!

Wenn Du Sex immer an Fortpflanzung koppeln willst - bitte sehr!

Und wenn Du meinst, eine Frau hätte das moralische Recht, ihren Mann wg sog. "Fremdgehen" zu verlassen und die Kinder mitzunehmen - bitte sehr.

Teilt man beide Auffassungen nicht, so ist das Herstellen einer Kausalkette "Entweder onanieren oder die Kinder verlieren" gelinde gesagt irrwitzig.

Ja, für mich gibt es wichtigere Dinge im Leben als Sex. Ich denke echt nicht, dass ich auf dieser Welt bin um möglichst wahllos und viel herum bumsen zu können. Ich denke auch nicht, dass ich mit so einem Leben zufrieden wäre, dass ich dann das Gefühl hätte, dieses Leben war ein Meer von Erfahrungen und ich habe viel gelernt.

"Wahllos" würde auch kein Mann herumbumsen. Deutlich gesagt: Ein Mann muß erstmal scharf auf eine Frau sein, um überhaupt einen hochzukriegen.

Aber ich bin ja gar nicht so dumm, wie ich mich stelle:

Wir haben es - Himmel, steh mir bei! - hier mit dem dritten Fall des Projizierens weiblicher Denk- und Empfindungskategorien auf den Mann zu tun.

Für frau heißt "wählen": Sich für einen Partner entscheiden und diesem treu bleiben.

Für einen Mann heißt "wählen": Sie die Frauen (Mehrzahl, Jolante, Mehrzahl!) auswählen, auf die er scharf ist und davon möglichst viele "umlegen".

Eine zugegebenermaßen besonders stark hinkender Vergleich sei mir als altem Ostblockhasen erlaubt:

Monongamie ist wie Ein-Partei-Diktatur - ich aber bin für Pluralismus im umfassendsten Sinne!

Sicher, wenn eine Frau Kinder hat, vor allem, wenn sie noch klein sind, dann ist der Sex oft ein Problem. Man schläft kaum mehr, ist oft gereizt und müde und hat einfach keine Lust auf Sex. Für den Mann ist das nicht gerade toll, er hat ja trotzdem seine Bedürfnisse, das sollte auch kein Dauerzustand sein und sich bald wieder einpendeln.
Ja, ich denke der Mutterinstinkt ist ein sehr dominanter Instinkt, wo die Männer sicher oft hinten anstehen müssen.

Ich glaube, ich hab's schon mehrfach erwähnt, aber schadet ja nicht:

Die Frau des "Führer-Stellvertreters", Gerda Bormann, propagierte - und lebte! - die Theorie, eine Frau müsse zwar vielfache Mutter sein, aber einem Mann sei es nicht zuzumuten, mit Rücksicht auf den Mutterinstinkt seiner Gattin auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.

Gerda Bormann hatte 10 Kinder und förderte ein aktives außereheliches Sexualleben ihres Mannes nach Kräften.

Nicht, daß ich ein heimlicher Hitler-Fan wäre, und Bormann war für mich eine der finstersten Gestalten unter den Nazis.

Aber das, was von dieser Frau vorgelebt wurde, wäre die einzige Möglichkeit, dem Mutterinstinkt der Frau ebenso gerecht zu werden wie dem Sexbedürfnis des Mannes.

Ist das nicht durchsetzbar, dann werden Männer halt weiter Treue vorspielen und ansonsten "nichts anbrennen lassen". Das ist ihr mehr als gutes Recht!

Wir werden uns nie finden, wenn wir uns nicht sehr genau bewusst werden, an was es eben so liegt, dass wir viel mehr auf uns und unsere gegenseitigen Bedürfnisse eingehen sollten.

Eben! Und dann sag' mir mal, ob Deiner Meinung nach das "Eingehen" der Frau auf die Bedürfnisse des Mannes darin besteht, ihm ganz lieb zu sagen, daß er schön brav warten soll, bis seine Frau wieder Lust auf Sex hat.

Mir ist schon bewusst, dass kein Mann seine Lust auf Sex herausschwitzen kann :-)

Siehe oben!

Gruß

Ekki


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