Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @ Jolanda @ Arne

Monika, Monday, 03.01.2005, 16:11 (vor 7703 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Und eine Therapie kommt für Dich nicht in Frage?! (oT) von Jolanda am 03. Januar 2005 11:37:32:

Liebe Jolanda!
Lieber Arne!

Ruhig Blut! Nicht aufregen!

Man kann, muß diese Frage aber nicht gleich als persönlichen Angriff werten.

Für sogenannte "normale" Menschen ist jeder "krank", "nicht normal", der eine andere Art der Sexualität bevorzugt.
Wenn diese Menschen nun der festen Überzeugung sind, es handelt sich um eine "Krankheit", muß man ihnen bei einer solchen Frage nicht immer Boshaftigkeit unterstellen.
Einem Suchkranken rät man ja auch zu einer Therapie, nicht weil man ihm schaden, sondern helfen will.

Ich kann mich noch recht gut daran erinnern, als ich vor Jahren zum ersten Mal verdammt extreme Fotos sah. Zunächst war ich total entsetzt, mußte all das Gesehene erst einmal verdauen. Auch mein erster Gedanke war zu dieser Zeit, die müssen doch krank sein, so etwas ist doch nicht normal, diesen Menschen muß man doch irgendwie helfen können.

Nachdem ich den ersten Schock überwunden hatte, machte ich mich auf die Suche nach Erklärungen für das, was ich mir selbst nicht erklären konnte. Erst nachdem ich einiges an Literatur verschlungen hatte, unter anderem "Lexikon des Sadomasochismus" *g* habe ich erkannt, daß BDSM`ler nicht krank sind.

Inzwischen würde ich sogar behaupten, in jedem von uns schlummert ein kleiner BDSM´ler, eine kleine BDSM´lerin.

Jolanda: Zudem finde ich es sehr mutig von Rüdiger, wie er sich hier stellt und offen über sich erzählt, Hut ab, echt!

Tja, vor solchen Menschen ziehe auch ich den Hut! Respekt!

Jolanda: Diese Menschen respektieren sich gegenseitig oft mehr als das sogenannte "Normalos" tun.

Nicht zu vergessen, gegenseitiges (grenzenloses)Vertrauen und die Fähigkeit, Verantwortung für den jeweils anderen zu übernehmen.
Respekt, grenzenloses Vertrauen und Verantwortungsbewußtsein ist für jeden BDSM´ler (von wenigen Ausnahmen abgesehen) im Gegensatz zu vielen "Normalos" Grundvoraussetzung im Umgang miteinander.

Wie ich nun sehe, gehört nicht nur Andreas zu all jenen "Gutmenschen", die meinen, vermutlich sogar davon überzeugt sind, sich aufgrund von Unwissenheit und Desinteresse ein Urteil, eine Meinung bilden zu können.

Ist das vielleicht "normal"?

herzlicher Gruß
Moni


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