Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Bald ist Europawahl.... und wieder Zahlenmystik

Don Pedro, Monday, 31.05.2004, 18:05 (vor 7921 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... und wieder Zahlenmystik von Eugen Prinz am 31. Mai 2004 12:24:34:

Familien erbringen zum Erhalt und Fortbestand unseres Staates eine sehr erhebliche und sehr wichtige Vorleistung.

In Wirklichkeit bringt nicht die Familie die Vorleistung für die Kinder, sondern die Allgemeinheit und davon sogar überproportional die Kinderlosen. Familien mit Kindern nehmen verständlicherweise weit mehr öffentliche Ressourcen (Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen...) in Anspruch. Das Geld kommt natürlich nicht "vom Staat", wie es immer so schön heißt. Der kann ja nur umverteilen.

Da würde ich nicht so sicher sein Eugen,
denn Familien müssen unabhänig davon, ob sie nun arm oder reich sind konsumieren und erhebliche Teile Ihres Einkommens für Mehrwertsteuer ausgeben. Einfach darum, weil hier Konsumzürckhaltung kaum möglich ist. Bekanntlich haben nämlich Kinder aus reichen Familien genau den gleichen Hunger wie Kinder aus armen Familien. Und um Nahrungsmittel allein, geht es längst nicht.
Und weil sie eben konsumieren, werden Arbeitsplätze geschaffen und erhalten, wovon ohne Zweifel auch Kinderlose profitieren. Nur mal so als ein Beispiel hier erwähnt. (;-))))
Und dann denke ich, als Single kann man Mehrwertsteuer sparen, etwa indem man sich entscheidet, ob man nun Prosche fahren muß oder ob es auch ein lütter Vauweh tut. (;-))))

Zum Dank dafür führt eine seit Jahrzehnten verfehlte Familienpolitik dazu, daß Kinder heute zum Armutsrisiko werden.

Diese Auffassungen stützen sich doch weitgehend auf zweifelhafte Rechentricks. Da wird behauptet, eine Familie bringe für ein Kind bis zu dessem 18. Lebensjahr 350 000 Euro auf. Das sind pro Monat 1620 Euro, die "die Familie" für ein Kind, vom Säugling bis zum Abiturienten, monatlich angeblich aufbringt. Klar, dass bei solcher Rechnerei die Familien völlig verarmen müssen.

Zugegeben, solche Rechnungen finde ich ja auch nicht so überzeugend. Allerdings beachte doch bitte, ich habe nur im Rahmen demokratischer Gesetzmäßigkeiten Einfluß auf die Parteiargumentation.(Hüstel) Eigentlich fehlt es mir nur an Mitgliedern, welche meine diesbezügliche Meinung mittragen, schon wäre das, im Gegensatz zu den Großparteien, geändert. Daß ist ja das Tolle an Kleinparteien, daß jedes Mitglied noch die Chance hat, Einfluß zu nehmen, vorausgesetzt, es bemüht sich praktisch um Verbesserungen und arbeitet konstruktiv mit. Nur Kritik reicht eben nicht, das ist zu leicht. Viel schwerer ist es zu sagen, wie und was man besser machen könnte. Eben das versuche ich.

Es wäre für die Anliegen der Familienpartei sicher besser, wenn sie auf solche unsinnigen Zahlenspiele verzichten würde,
meint äußerst skeptisch
Eugen

Ist doch Dein gutes Recht als Demokrat, das über unsere Page mal dem Bundesvorstand zu vermitteln. Mach das, ich wäre hoch erfreut.

Herzliche Grüße
Don Pedro

Familienpartei


gesamter Thread:

 

powered by my little forum