Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Bald ist Europawahl....

Don Pedro, Monday, 31.05.2004, 15:25 (vor 7921 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Manfred am 31. Mai 2004 11:24:58:

Ich halte Parteien die von vorneherein in extrem lobbyistischer Manier auf spezielle Grüppchen abzielen für äusserst fragwürdig.

darf ich Dich darauf aufmerksam machen, daß die überwältigende Mehrheit der Bundesbürger in Familien lebt?<

Darfst Du. Du darfst auch wählen wen Du willst, solange Du mir zubilligst, dass ich es genauso halte.

Hach Manfred,
selbstverständlich billige ich Dir das zu. Politik ist eben auch ein Thema, über welches sich trefflich streioten läßt. (;-))))

Auch Du wirst vermutlich nicht aus einem Reagenzgals oder einem Waisenhaus stammen? <

Was solls, während meiner Geburt war auch ein Arzt anwesend, muß ich deswegen die "Deutsche Ärztepartei" wählen?

Nee, 1942 war bei meienr Geburt nur nn`e Hebamme dabei, Hausarzt war an der Westfront.(;-)))

Wenn Du eine so große Wählerschicht wie unsere Familien als "spezielle Grüppchen" bezeichnest, <

Ah, jetzt kommt er zum Punkt... :-)
Während ich das schrieb schoß mir der Gedanke von der Partei der "Raucher" der "Biertrinker", der Senioren etc. durch den Kopf. Das sind Grüppchen, die Senioren eine Gruppe und die Familien wohl (noch) die am wenigsten spezielle. Habe es schlecht rübergebracht; dass Familien durch die "Grüppcheneigenschaft" nicht gut beschrieben werden, billige ich gerne zu.

Darum ging es mir, unterstellen wollte ich Dir nichts! (;-)))

Trotzdem ändert das nichts an meiner Grundhaltung, denn nach Deiner gesamten Argumentation könntest Du genausogut die "Frauenpartei" wählen.

Hä? Nur über meine Leiche ! (;-))))

und wenn Du ihnen nicht das Recht auf eine faire Wahlbeteiligung zubilligst, dann ist auch das mehr als fragwürdig.<

Ja wenn! Allerdings wirst Du das in mein Posting nicht hineindeuteln können, sofern Du Deinerseits fair bleibst.

Versuche ich es mal, allerdings, auch wenn wir uns sehr bemühen, so ganz freimachen von subjektiven Vorstellungen können wir uns beide nicht.

Der alte Spruch des Freiherrn von Stein...<

Ich habe neben der Bibel eine über 700 Seiten starke "Zitaten- und Sprüchesammlung", soll ich jetzt damit kommen? Zumindest ist da für jede Lebenslage was drin ;-)

Ich habe neben den genannten Büchern sogar noch den Koran und die
Torra. Weiß also wie Du es meinst.(;-))))

Zum Dank dafür führt eine seit Jahrzehnten verfehlte Familienpolitik

dazu...<

Glatte Themaverfehlung! Das sehe ich ganz ähnlich und es gibt keinen sachlichen Grund mir etwas anderes unterstellen zu wollen!

Ich will nichts unterstellen Manfred, will das nur für alle Leser klargestellt wissen. Und wenn ich gerade diesen Aspekt sehr in den Mittelpunkt stelle, wenn ich gerade davon meine Wahlentscheidung auch abhängig mache, dann natürlich auch, weil mich eben dieser Aspekt sehr interessiert und bewegt. Viele meiner Fälle aus der Familienberatung verfolgen mich nämlich bis in meine nächtlichen Träume.

Nochmal: ich spreche mich weder gegen Familien aus, noch dagegen, dass eine vernüftige Familienpolitik sinnvoll ist.

Das war und ist mir durchaus klar Manfred. Aber, ich muß herausstellen, für mich zählen zur Familie nicht nur Frauen und Kinder sondern auch Männer und Väter. Ich kann nicht ertragen, wenn "Familienpolitik", so wie heute üblich, als reine Frauernpolitik, interpretiert und praktiziert wird.

Ich spreche mich aber nach wie vor gegen Parteien aus, die zusehr auf Gruppenlobbyismus abhebt, was man zugegebenermaßen am Namen der Partei nicht eindeutig festmachen kann, letztlich noch nicht mal am Parteiprogramm.

Du meinst natürlich sogenannte Programmparteien und hier stimme ich Deinen Bedenken zu, selbst bezüglich der Familienpartei. Aber nenne mir bitte einen besseren Weg, die Dinge, welche mir wichtig sind zu verändern, zu verbessern, dann gehe ich diesen Weg.

Eine Partei, die antritt, nur um eine bestimmete Gruppe zu protegieren (wenn es auch eine große Gruppe ist) handelt in meinen Augen gesamtgesellschaftlich verantwortungslos, weil sie sich von vorne herein von der Verpflichtung der Ausgewogenheit und eines sozialen Konsens freispricht.

Moment, wie ich schon sagte, bessere Familienpolitik kommt letztlich
a l l e n Bevölkerungskreisen, selbst den Singles zugute. Ich will keine Gruppe benachteiligen, selbst gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften nicht. Aber wir haben eben dringendere Probleme als die der Lesben und Schwulen.

Schöne Grüße,
Manfred
(der, wenn er wieder an Deine Brust kommen darf um Nachricht bittet ;-)

Hey, natürlich darfst Du! (;-))) Man kann ja in Sachfragen unterschiedlicher Meinung sein, trotzdem aber die besten Freunde bleiben. Und so weit wie es jetzt ausschaut, sind wir doch gar nicht voneinander entfernt.
Herzliche Grüße
von Don Pedro


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