Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das ist nicht richtig....

Magnus, Monday, 31.05.2004, 16:34 (vor 7921 Tagen) @ Don Pedro

Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 31. Mai 2004 10:13:09:

Also, die CSU sieht zusätzlich auch Familie nur dort, wo das Paar einen Trauschein hat.

Immer diese Vorurteile und Gerüchte - ist wirklich schlimm!

Gerade in der CSU sind Vorschläge gekommen, Familien mit Kindern zu fördern - unabhängig vom Trauschein! Im übrigen hatte Stoiber als Familienexpertin in der Bundestagswahl Katharine Reiche nominiert, die OHNE TRAUSCHEIN mit einem CDU-Landtagsabgeordneten zusammenlebt, der der Vater ihrer beiden Kinder ist. Stoiber hatte die Berufung als "Grundsatzentscheidung" bezeichnet und als Beleg dafür, dass die CDU/CSU keine "rückwärtsgewandte Ehe- und Familienpolitik" betreibe. Das ganze blieb natürlich nicht ohne Folgen: Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner forderte nach dieser Entscheidung die CDU/CSU auf, das "C" im Parteinamen zu streichen: "Wenn Ministerpräsident Stoiber die Nominierung von Frau Reiche als 'Grundsatzentscheidung' bezeichnet und damit die Ehe ohne Trauschein als das Ehe- und Familien-Ideal der 'C'-Parteien, muss man ihm sagen: Seien Sie dann konsequent und streichen Sie das 'christlich' aus beiden Parteinamen. Das ist jetzt eine Frage der Glaubwürdigkeit."

Die Kritik wurde aber zurückgewiesen:
Der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (CDU) weist die scharfe Kritik an Frau Reiche zurück. “Dass jemand uneheliche Kinder hat, bedeutet nicht, dass er zu familienpolitischen Fragen den Mund halten muss”, so der Parlamentarier im Gespräch mit idea. CSU-Generalsekretär Thomas Goppel warf im Magazin “Focus” (München) dem Kölner Kardinal vor, er “verwechselt offenbar die Union mit dem Vatikan”. Die CDU/CSU betreibe keine Kirchenpolitik, sondern “Politik für die Bürger in unserem Land”.

Persönlich halte ich zwar nicht so viel von Frau Reiche, aber es widerspricht deiner Darstellung!

Natürlich legt die CSU Wert auf das Ideal der Ehe - aber sie ist nicht zwingend notwendig für die von der CSU geplanten familienpolitischen Begünstigungen.

Alles weitere kann hier: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Programme/a_Familienpolitik/s_329.html nachgelesen werden.

Die CSU ist alles andere als eine Partei von gestern oder vorgestern.

Gruß,
Magnus


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