Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Bald ist Europawahl....

Manfred, Monday, 31.05.2004, 14:24 (vor 7921 Tagen) @ Don Pedro

Als Antwort auf: Re: Bald ist Europawahl.... von Don Pedro am 31. Mai 2004 09:57:51:

Ich halte Parteien die von vorneherein in extrem lobbyistischer Manier auf spezielle Grüppchen abzielen für äusserst fragwürdig.

darf ich Dich darauf aufmerksam machen, daß die überwältigende Mehrheit der Bundesbürger in Familien lebt?<

Darfst Du. Du darfst auch wählen wen Du willst, solange Du mir zubilligst, dass ich es genauso halte.

Auch Du wirst vermutlich nicht aus einem Reagenzgals oder einem Waisenhaus stammen? <

Was solls, während meiner Geburt war auch ein Arzt anwesend, muß ich deswegen die "Deutsche Ärztepartei" wählen?

Wenn Du eine so große Wählerschicht wie unsere Familien als "spezielle Grüppchen" bezeichnest, <

Ah, jetzt kommt er zum Punkt... :-)
Während ich das schrieb schoß mir der Gedanke von der Partei der "Raucher" der "Biertrinker", der Senioren etc. durch den Kopf. Das sind Grüppchen, die Senioren eine Gruppe und die Familien wohl (noch) die am wenigsten spezielle. Habe es schlecht rübergebracht; dass Familien durch die "Grüppcheneigenschaft" nicht gut beschrieben werden, billige ich gerne zu.
Trotzdem ändert das nichts an meiner Grundhaltung, denn nach Deiner gesamten Argumentation könntest Du genausogut die "Frauenpartei" wählen.

und wenn Du ihnen nicht das Recht auf eine faire Wahlbeteiligung zubilligst, dann ist auch das mehr als fragwürdig.<

Ja wenn! Allerdings wirst Du das in mein Posting nicht hineindeuteln können, sofern Du Deinerseits fair bleibst.

Der alte Spruch des Freiherrn von Stein...<

Ich habe neben der Bibel eine über 700 Seiten starke "Zitaten- und Sprüchesammlung", soll ich jetzt damit kommen? Zumindest ist da für jede Lebenslage was drin ;-)

Zum Dank dafür führt eine seit Jahrzehnten verfehlte Familienpolitik

dazu...<

Glatte Themaverfehlung! Das sehe ich ganz ähnlich und es gibt keinen sachlichen Grund mir etwas anderes unterstellen zu wollen!

Nochmal: ich spreche mich weder gegen Familien aus, noch dagegen, dass eine vernüftige Familienpolitik sinnvoll ist.
Ich spreche mich aber nach wie vor gegen Parteien aus, die zusehr auf Gruppenlobbyismus abhebt, was man zugegebenermaßen am Namen der Partei nicht eindeutig festmachen kann, letztlich noch nicht mal am Parteiprogramm. Eine Partei, die antritt, nur um eine bestimmete Gruppe zu protegieren (wenn es auch eine große Gruppe ist) handelt in meinen Augen gesamtgesellschaftlich verantwortungslos, weil sie sich von vorne herein von der Verpflichtung der Ausgewogenheit und eines sozialen Konsens freispricht.

Schöne Grüße,
Manfred
(der, wenn er wieder an Deine Brust kommen darf um Nachricht bittet ;-)


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