Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Prioritäten zu setzen bedeutet nicht, Tabus zu schaffen

Der Eman(n)ze, Tuesday, 25.05.2004, 02:34 (vor 7928 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Jain von Arne Hoffmann am 24. Mai 2004 23:17:57:

Aber donnernocheins, wir können dieses Thema auch nicht ständig ignorieren, nur weil es eine Glaubwürdigkeitsschwelle gibt.

Speziell bei diesem Vergewaltigungsthema befindet man sich in einem Teufelskreis: Gerade WEIL es so selten ist, kämpfen die wenigen Opfer mit einem Glaubwürdigkeitsproblem. Das heißt aber noch lange nicht, daß man das Thema jetzt zur Speerspitze der Männerbewegung machen muß.
Opfern von Nischenproblemen kann auch geholfen werden, indem man das Spezialthema einem breiteren Themenkomplex (z.B. "weibliche Täter und männliche Opfer") zuordnet, und in diesem breiten Rahmen dann auf eine öffentlichkeitswirksame Sensibilisierung hinarbeitet, so daß indirekt auch männl. Frauen-Vergewaltigungsopfer davon profitieren.

Mit all unseren anderen Themen sind wir schon in den Mainstream durchgedrungen: Jungenbenachteiligung Titelgeschichte SPIEGEL, Scheidungsopfer Mann Titelgeschichte FOCUS, häusliche Gewalt gegen Männer in etlichen Zeitungen und Magazinen, häufiger sexueller Missbrauch von Jungen wird zumindest in Fachkreisen längst anerkannt

All diese Themen haben gemeinsam, daß sie auf bei weitem akutere Probleme zurückgreifen als das Problem "männliche Vergewaltigungsopfer durch Frauen"

Gruß


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