Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Apropos Glaubwuerdigkeit

Arne Hoffmann, Sunday, 23.05.2004, 01:15 (vor 7930 Tagen) @ Tomator

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von Tomator am 22. Mai 2004 21:55:52:

Ich verweise mal auf meine 10jährige psychiatrische Berufserfahrung, in welcher ich zahllose Frauen, die von Männern vergewaltigt worden sind, treffen durfte, neben Männern, die, meist als Kinder und Jugendliche, Opfer anderer Männer wurden. Vergewaltigungen von erwachsenen Männern durch Frauen, sind mir in diesen 10 Jahren nichtmal durch Hörensagen untergekommen.

Jepp, und noch vor zehn Jahren wären dir vermutlich keine männlichen Opfer häuslicher Gewalt untergekommen. Dass es auch von Frauen vergewaltigte Männer gibt, findest du auf den von mir verlinkten Websites ebenso erwähnt wie in der von mir angeführten Studie (und anderen) sowie mittlerweile sogar in Eichborns "Lexikon der Sex-Irrtümer", unter anderem mit Bezugnahme auf Pro Familia.

Es gab 2-3mal den Verdacht(!), eine Mutter sei ihrem Jungen zu nah gekommen, von vollzogenem Koitus war dabei aber nie die Rede. Ganz anders bei Vätern und Töchtern. In den Psychiatrien wimmelts nur so von mißbrauchten Töchtern. Auf diesem Feld gibts für Männer einfach nix zu gewinnen.

Na gut, dass es beim sexuellen Missbrauch nicht wenige Täterinnen gibt, ist im letzten Jahrzehnt gottseidank nicht nur in der wissenschaftlichen Diskussion bekannt, sondern dank Ursula Enders ("Zart war ich, bitter war´s", Neuflage 2001) auch auf dem Buchmarkt für Laien angekommen. Und es ist gut, dass sich inzwischen die ersten Hilfsorganisationen für männliche Opfer (Tauwetter etc.) gebildet haben.

Finde ich aber interessant, dass du das alles nicht zur Kenntnis nimmst, weil es dir persönlich noch nicht begegnet ist.


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