Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

ich halte Tomators Kritik für sehr konstruktiv!

Der Eman(n)ze, Tuesday, 25.05.2004, 01:47 (vor 7928 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Südafrika: Frauen vergewaltigen Männer, um sie mit Aids zu infizieren von Arne Hoffmann am 20. Mai 2004 08:16:43:

...wenn man versucht, äußerst seltene Randerscheinungen zum Massenphänomen hochzustilisieren, um dem "Mann=Täter, Frau=Opfer"-Schema entgegenzutreten, so hat man so ziemlich das kontraproduktivste Mittel gewählt, was man sich vorstellen kann.

So schlimm die Einzelfälle "Mann von Frau/en vergewaltigt" auch sein mögen, sie bleiben seltene Spezialfälle, Raritäten. Es gibt wohl keine Rubrik, die ungeeigneter dafür ist, zum Synonym für Frauengewalt an Männern zu werden. Dort, wo hundert mal mehr Männer ein solches Erlebnis eher als unerfüllten erotischen Traum hegen, anstatt reales Opfer zu sein, wirkt eine Thematisierung als Aufhänger für einen breiten Themenkomplex einfach nur lächerlich.

Es gibt tausende andere Rubriken, die sich für die Sensibilisierung gegenüber weiblicher Täterschaft und männlicher Opferschaft bei weitem besser eignen.

Vergewaltigungsopfer durch heterosexuelle Gewalt zu werden, ist Frauendomäne. Machen wir uns nichts vor. Wir brauchen uns dafür auch nicht zu entschuldigen. Männerspezifische Probleme werden davon in keinster Weise negiert. Daß andere diese Tatsache instrumentalisieren, um jegliche männerrechtliche Aktivitäten im Kein zu ersticken und zu diskreditieren, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wir vergewaltigen nicht, wir brauchen uns für unser Engangement folglich auch nicht zu entschuldigen, da es keinen Zusammenhang zur Vergewaltigungsproblematik gibt.

Gruß
Der Eman(n)ze


gesamter Thread:

 

powered by my little forum