Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Wie wärs mit ner neuen Brille auf der Nase....?

Emmalein, Friday, 16.04.2004, 12:48 (vor 7966 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Wie wärs mit ner neuen Brille auf der Nase....? von Garfield am 16. April 2004 09:20:34:

Hi, Garfield,

wenn es denn solche Befürchtungen gibt, und wenn diese begründet sind, ist es das Vernünftigste, sich gesetzliche Alternativen zu überlegen, die Männer vor einer Ausbeutung schützen, wenn es sie denn gibt.

Ich kenne mich nicht so gut mit dem Scheidungsrecht aus, auch wenn ich geschieden bin. Und ich habe es ja auch oft genug schon gesagt, das würde einige hier nur langweilen: Ich habe keinen Unterhalt von meinem Ex bekommen (und keinen verlangt - ich habe in einem notariellen Vertrag darauf verzichtet) und sogar die Kosten der Scheidung (durch Abbezahlung der mir gegebenen PKH) völlig selbst finanziert. Meinem Ex sind dadurch also lediglich emotionale Kosten entstanden, die nach jeder Scheidung bei beiden Geschlechtern entstehen. Das halte ich auch für normal.

Es ist so, dass die hier schreibenden Fälle, wenn sie denn alle so stimmen (für alles gibt es zwei Seiten, die betreffenden Frauen hört man dazu hier ma nicht, das ist auch ganz natürlich), Einzelfälle sind. Es wäre interessant, zu untersuchen, wie gut oder wie schlecht es Männern nach Scheidungen allgemein geht, und das auch mit den Frauen nach Scheidungen und deren Lebensstandard zu vergleichen. Ich weiss nicht, ob solche Untersuchungen existieren. Wenn sie universitär durchgeführt worden wären, etwa im Rahmen eines Soziologie-Studiums als Abschlussarbeit oder Doktorarbeit, würde ich ihre Ergebnisse akzeptieren.

Bis jetzt ist der einzige konkrete Vorschlag zur Veränderung des Scheidungsrechts, den ich kenne, der, das Schuldprinzip wieder einzuführen. Ich selbst bin dagegen; es hätte meinen Ex und mich dazu gezwungen, vor Gericht extrem schmutzige Wäsche zu waschen und ausserdem den Prozess verhindert, den ich hinterher angetreten habe, nämlich den, über meine eigenen Fehler nachzudenken, die die Situation mit Sicherheit verschärft haben (alle betreffenden Personen machen dann Fehler). Denn eigene Fehler darf man sich dann aus Kostengründen nicht eingestehen. Damit wird aber ein wichtiger Reifeprozess bei den betreffenden Personen verhindert.

Ansonsten fehlt es an konkreten Vorschlägen zur Veränderung der Situation von geschiedenen Männern.

Mein konkreter Vorschlag war ja, vielleicht den Unterhaltsanspruch für die Partner zu streichen, und nur noch Kindesunterhalt zu zahlen. Wäre das ein gangbarer Weg? Ich denke, die Kinder sollten doch möglichst wenig unter der Situation der Scheidung leiden, auch finanziell. Sie können ja nichts dafür, selbst, wenn Mutter oder Vater den jeweiligen Partner betrogen haben; das ist ja nicht der Fehler der betroffenen Kinder.

Es grüsst freundlich und konstruktiv
das Emmalein


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