Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Keine Quellen, sorry, aber dafür auch keine besseren Menschen

Peter, Monday, 12.04.2004, 02:07 (vor 7970 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Keine Quellen, sorry, aber dafür auch keine besseren Menschen von Pokemon am 10. April 2004 23:12:46:

Hallo Pokemon,

mit meinem (umlauttechnisch missglueckten) Beitrag wollte ich deine Ansichten genauer kennelernen - ich finde sie, wie du sie beschreibst, sympathisch, auch wenn ich sie nicht alle teile.

Einerseits hast Du sicherlich recht, Peter, aber Du kennst meinen Vater nicht. Ich habe nicht übertrieben: (...)

Ich habe einen Onkel, der auch so ein Problemfall ist, aber zu seinem Glueck liebt seine Frau ihn und hat sich nicht von ihm getrennt, und das liegt nicht an materiellen Umstaenden. Der Rest der Familie meidet ihn.

Ich habe mehrere Bücher über dieses Thema gelesen (ja, Bücherwissen, ich weiß, aber es waren auch Bücher über Frauengewalt dabei). Der Zusammenhang zwischen Berufstätigkeit der Frau und dem Kindesmissbrauch (in diesem Fall durch den Vater) wurde oft erwähnt.

Ein Problem ist, dass viele dieser Buecher in einem feministischen Umfeld geschrieben werden, das gewisse Schlussfogerungen scheut und andere nahelegt. Am besten ist es in einem solchen Fall, die Originalstudien mit den Originaldaten kritisch zu lesen - das verlangt aber oft ein Hintergrundwissen, das nur wenige haben, auch ich nicht oft.

An die Titel der Bücher kann ich mich nicht mehr erinnern (Mann, ich bin eine Frau, mein Gehirn ist kleiner als Deins :-).

Das Argument darfst du gerne verwenden, ich nicht ;-)

Da die meisten Missbräuche von Familienangehörigen ausgehen bin ich mir nicht sicher ob Deine These richtig ist. Die Gedanken von den Hausfrauen, das Zögern vor der Anzeige des Mannes kann ich gut nachvollziehen. Auch ich hätte Angst, meine ganze Existenz die ich mir vielleicht aufgebaut habe (und die meiner Kinder) zu zerstören.

Das kann ich auch nachvollziehen: eine unbekannte Zukunft koennte ja noch schlimmer sein als die schlechte Gegenwart, und dann verdraengt man Verdachtsmomente eher. Andererseits werden Kinder von Stiefeltern im Durchschnitt schlechter behandelt als leibliche Kinder (woraus nichts ueber einzelne Stiefeltern gefolgert werden kann), und Kinder werden eher von Muettern missbraucht, die alleinerziehend sind und ihre Sexualitaet nicht mit dem Vater ausleben koennen. Ich weiss auch, dass es heute viele 'Patchwork'-Familien gibt, und erwarte, dass diese noch zunehmen werden, aber mir ist mulmig dabei.

Frohe Ostern!

Frohe Ostern auch dir!

Gruss,

Peter


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