Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Super! Danke Peter!

Pokemon, Monday, 12.04.2004, 19:25 (vor 7970 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: Keine Quellen, sorry, aber dafür auch keine besseren Menschen von Peter am 12. April 2004 13:40:

Wenn Du es doch ernst gemeint haben soltest, frage ich Dich genauso wie Pokemon, wieso in Deutschland eine Mutter, die weiß, daß ihre Kinder mißbraucht werden, bei ihrem Mann bleiben muß.

Es gibt kein 'muss', aber der Schritt zur Trennung faellt manchen trotzdem schwer. Du schreibst selber von den vielen Faellen von Kindesmissbrauch, wo die erwachsenen Kinder spaeter geklagt haben, die Mutter habe nicht auf ihrer Seite gestanden - warum tat sie es nicht? Ein Grund kann sein, dass sie den Schritt in eine psychisch vielleicht bessere, aber oekonomisch gewiss schlechter Zukunft scheut und deswegen Verdachtsmomente auf Missbrauch verdraengt oder wegrationalisiert. Ein anderer Grund, dass die Mutter ihre Beduerfnisse ueber die der Kinder stellt.
Gruss,
Peter

Super, Danke Peter!
Ich will Frauen die dem Missbrauch ihrer Kinder jahrelang verheimlichen nicht verteidigen. Aber man sollte auch bedenken dass der Mann ja nicht nur der missbrauchende Täter sondern auch der geliebte Ehemann und oft ja auch liebevolle Vater ist. Man muss sich das einmal vorstellen, da ist man mehrere Jahre mit einem Menschen zusammen (gilt für Frauen wie auch für Männer), man liebt diesen Menschen und ist von seinem guten Charakter überzeugt und dann geschieht so etwas. Da bricht doch alles zusammen! Da kann ich schon nachvollziehen dass einige Frauen und auch Männer zögern, den Missbrauch anzuzeigen.

Und das wo es für Frauen ja noch relativ einfach ist, einen Mann anzuzeigen. Ich könnte mir vorstellen dass Männer noch länger brauchen bis sie einen Missbrauch durch ihre Frau anzeigen. Einfach deshalb weil die Gesellschaft diese Konstellation nicht akzeptiert und nicht wahrhaben will dass auch Frauen Täter (innen) sein können.

Was die schlecher ökonomische Situation angeht habe ich am Beispiel meiner Mutter gesehen, die zu einem Anwalt ging um sich beraten zu lassen und erfuhr dass sie nach der Trennung lediglich 3 Jahre Unterhalt zu erwarten hätte (wobei der Erlös vom Hausverkauf sowie ihre Ersparnisse in den Unterhalt und die Sozialhilfe miteinbezogen werden würde) und sie wesentlich schlechter dastehen würde als Ihr Mann mit seiner Berufstätigkeit. Einen Job würde meine Mutter (60) nicht bekommen. Sie ist aufgrund der psychischen Schädigung durch meinen Vater überhaupt nicht mehr fähig, sich etwas neues anzueignen.


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