Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

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Re: das klassische Mißverständnis

susu, Monday, 05.01.2004, 01:03 (vor 8068 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Re: das klassische Mißverständnis von Der Eman(n)ze am 04. Januar 2004 13:57:27:

Huhu

Das Problem beim Nur-Umwelt-Dogma ist, daß es keine seriösen Studien gibt, die es belegen können. :P

Diesem Dogma hänge ich keinesfalls an. Clean Slate ist tot. Allerdings gibt es Eigenschaften, von denen mit Sicherheit gesagt werden kann, daß sie kulturell (und nicht genetisch) determiniert sind, weil es Kulturen gab, oder gibt, in denen sie anders aussahen (ein Beispiel habe ich ja genannt: das Kopschütteln/Nicken). Das bedeutet: In diesen Punkten ist eine gesellschaftliche Änderung möglich. Zum Thema Gender, gibt es einige solche Studien und Sammlungen (ein nettes Buch, daß einiges zeigt, was in dieser Hinsicht an kulturellen Unterschieden existierte, ist Susanne Schröters "FeMale - Grenzverläufe zwischen den Geschlechtern").

Falls Du der/die/das susu.exp aus Emmas Forum bist, kennst Du doch meinen Lösungsansatz für dieses Dilemma. Ein Lösungsansatz jenseits von asymmetrischen Quotenregelungen und einseitigen Förderungsmaßnahmen.

Ich bin susu.exp aus dem Emma-Forum (lange habe ich hier wenig geschrieben. Früher hieß es auf dem Emma noch: "Bist du susu aus Jörgs Forum?"). Den Ansatz habe ich leider nicht mehr im Kopf und die Foren sind ja in Eimer. Von mir findest du übrigens einen großen Grundsatztext hier im Archiv. (Link unten)

Kurios ist in diesem Zusammenhang, daß ausgerechnet aus der Opfer-Feminismus-Ecke (->Nur-Umwelt-Dogma) bei Bedarf dumpfer populistischer Biologismus tönt (siehe "Genkrüppel Mann" und "Jungen - Schweine, arme Schweine"). Goebbels läßt grüßen.

Nö, das sind zwei verschiedene Ecken. Zwei grundverschiedene Ecken.

>Richtig. Wobei sich das vermutlich auch noch regulieren wird.<<

Auf welche Art und Weise?

Kein Mensch wird KanalarbeiterIn o.ä. weil er sich dazu berufen fühlt, sondern weil ökonomische Zwänge auf ihn einwirken. In dem Maße, in dem die Männeremanzipation dazu führt, daß die finanzielle Absicherung einer familie, nicht einseitig verteilt ist, wird es auch Frauen geben, die sich einen solchen Job suchen müssen.

Wir leben in einer Umbruchsphase, ähnlich der Industrialisierung. Und Fabrikarbeit war Anfangs auch keine reine Männersache. Dann wurde die Frauenarbeit eingeschränkt, später wurden diese Verbote wieder zurückgezogen. In einiger Zeit wird sich das einpegeln.

susu

Der Grundsatztext


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