Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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das klassische Mißverständnis

Der Eman(n)ze, Saturday, 03.01.2004, 01:05 (vor 8070 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Ahja von susu am 02. Januar 2004 18:57:55:

Nö. Schon hier bin ich absolut nicht einverstanden. Was bitteschön ist das Wesen der Frau, was das Wesen des Mannes? Schon biologisch herrscht unter Menschen eine breite Variation, sowohl innerhalb wie auch immer definierten
Begriffen von Mann und Frau, als auch außerhalb. Dazu kommt dann noch Sozialisation und eine Portion freier Entscheidung (ein Begriff den ich noch näher erläutern könnte, was ich hier mal im Sinne der Kürze lasse).

Falls Du die susu.exp aus Emmas Forum bist, dann kennst Du meine Ansichten ja schon.

Das klassische Mißverständnis im Dialog zwischen Feministinnen und Feminismus-Kritikern taucht immer wieder auf und lautet folgendermaßen:

Kritiker sagt Frauen und Männer sind verschieden und meint Frauen und Männer sind tendenziell verhaltensbiologisch verschieden, und ein Teil dieser Verschiedenheit liegt in den Erbanlagen begründet

Feministin interpretiert Da will einer die Geschlechterrollen definieren und die Frauen damit in ein festes Rollenschema pressen

In der Realität ist es jedoch so, daß der dogmatische Feminismus (Opfer- und Gleichmacher-Feminismus) schon längst eine eigene starre Geschlechterrolle definiert hat, und zwar die Rolle der absoluten genetischen Mann-Frau-Gleichheit. Die Rolle der Gleichheits-Frau also, die mit Hilfe von Quoten prozentual die absolut gleiche Lebensweise wie die des erfolgreichen Teils der männlichen Bevölkerung hat. Des ERFOLGREICHEN Teils der männlichen Bevölkerung wohlgemerkt - und damit entlarvt sich der politisch etablierte Feminismus als pures Frauen-Lobbying. Denn wenn nur der Manager oder der Abteilungsleiter als erstrebenswerte zu erobernde Männerdomäne betrachtet wird, und nicht der Müllfahrer, der Eisengießer oder Kanalarbeiter, wird die konsequente Vollendung des Gleichheits-Gedankens ad absurdum geführt. Die Folge der einseitigen Frauenförderung _nur für prestigeträchtige Bereiche_ zeichnet sich schon deutlich im Bildungssystem ab - vgl. Mädchenquoten bei Hauptschulen und bei Abitur. Die langfristige Folge der derzeitigen Frauenförderungspolitik wäre ein Herausdrängen des männlichen Bevölkerungsteiles aus dem höheren Bildungsweg und aus entsprechend anspruchsvolleren Berufen bzw. Positionen. Der Mann wird zum Proll und Trottel der Nation. Fragt sich nur, wo sich die Frauen dann noch ihre partner suchen. Denn Partner mit niedrigeren Bildungsstand sind ja (trotz Feminismus) nicht gefragt - auch bei Feministinnen.


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