Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Voilà

Der Eman(n)ze, Sunday, 04.01.2004, 16:14 (vor 8068 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Voilà von susu am 03. Januar 2004 20:04:25:

das Problem ist nur, dass es vor allem der Opfer-Feminismus ist, der politisch korrekt ist und auch weitgehend gesellschaftlich verankert ist. Auf den Mann indes prasseln unglaubliche Forderungen ein: er hat ein Macho zu sein, ein gefühlvoller Hausmann, ein wasweissichnoch.

Auf Frauen ebenso...

Nein, auf Frauen NICHT ebenso. Auf Frauen auch, aber nicht in dem Maße.

Eine Frau der jüngeren Generation hat heute einen größeren Spielraum bzgl. der gesellschaftlichen Akzeptanz ihrer Lebensplanung als ein vergleichbarer Mann. Errungenschaften der Emanzipationsbewegung (Frau darf Power-Frau sein, darf Karriere machen, darf selbständig, unabhängig sein) ergänzen sich mit allgemein akzeptierten Überbleibseln aus der patriarchal geprägten bürgerlichen Gesellschaft (frau darf schutz- und hilfsbedürftig sein, darf sich freiwillig ihrem Lebenspartner bzgl. Karriere/Einkommen/Status unterordnen).

Eine äquivalente Erweiterung der gesellschaftlich tolerierten Lebensweisen gab es für den Mann in dem Maße nie. Es besteht auch keinerlei offizieller Handlungsbedarf, diesen Zustand zu ändern. Weder von politischen kräften, noch von feministischer seite.

Fazit: Einerseits lastet auf dem Mann mindestens die selbe gesellschaftliche Erwartung an Wertschöpfung, andererseits wird nur die Frau als förderungs- und schutzbedürftiges Wesen allgemein anerkannt. Dieses Ungleichgewicht ist für unsere Gesellschaft langfristig schädlich.


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