Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Ahja

susu, Friday, 02.01.2004, 20:57 (vor 8070 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Das hier von Der Bachelor am 02. Januar 2004 12:46:12:

Ich denke, es geht zunächst darum, dass Männer und Frauen von ihrem Wesen doch sehr unterschiedlich sind, physisch sowieso.
Bis hierher sollten alle einverstanden sein, außer ein bestimmter Teil des Feminismus.

Nö. Schon hier bin ich absolut nicht einverstanden. Was bitteschön ist das Wesen der Frau, was das Wesen des Mannes? Schon biologisch herrscht unter Menschen eine breite Variation, sowohl innerhalb wie auch immer definierten
Begriffen von Mann und Frau, als auch außerhalb. Dazu kommt dann noch Sozialisation und eine Portion freier Entscheidung (ein Begriff den ich noch näher erläutern könnte, was ich hier mal im Sinne der Kürze lasse).

Der einzige Teil des Feminismus, der deiner These hier zustimmen würde ist der essentialistische. Also gehe hin und "live with Andrea"...

Nun ist es aber so, dass heutzutage versucht wird, aus Ungleichem Gleiches zu machen, alles unter Schlagwötern wie Gleichstellung, Chancengleichheit etc. pp. verpackt. Auch von Gleichberechtigung wird gesprochen, ohne den wahren Sinn zu erkennen. Diese ist m.E. nämlich dann gegeben, wenn jeder, egal ob Mann oder Frau seinen Neigungen und Interessen nachgehen kann, ohne vom Staat oder der Gesellschaft bevormundet zu werden.

OK, so formuliert würde ich dem zustimmen, aber

Genau das ist aber immer stärker der Fall, wenn Männer und Frauen in gewisse Schienen hineingepresst werden sollen, die sie nicht wirklich wollen (Quotenregelung, Frauenförderung etc.) Dieses politisch korrekte Gebaren hat verheerende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, die innerlich dadurch geschwächt wird (Motivation, Glaube an Gerechtigkeit, mehr Egoismus).
Natürlich leiden in erster Linie Männer darunter, weil sie neue Benachteiligungen erfahren, andererseits aber in alten Rollenkorsetts gefangen sind. Aber auch die Frauen werden dadurch nicht wirklich glücklich, wird doch ihre Natur geleugnet indem für sie aggressive männliche Eigenschaften als wünschenswert dargestellt werden. Finanziell allerdings sind die Frauen die eindeutigen Nutzniesser. Alles in allem fördert diese Entwicklung aber ungesunde Tendenzen, die wohl erst langfristig zum Tragen kommen werden.

Äh, wie jetzt?
Wir fassen zusammen: Männer werden in alte Rollenkliches gepresst, das ist schlecht. Andererseits sprichts du von "aggressiven männlichen Eigenschaften". Also sind diese Kliches quasi naturgegeben, denn wenn die Natur der Frauen geleugnet wird, wenn sie diese Eigenschaften besitzen, dann würde doch die Natur der Manner geleugnet, wenn sie diese ablegten. In diesem Sinne: Zurück zur Natur, Männer raus aus der Kindererziehung und rein innen Kommis (wo ihre natürlichen agressiven Eigenschaften voll zum tragen kommen - artgerechte Haltung, ne?).

Aber vielleicht taucht ja in der Männerbewegung mal eine charismatische Persönlichkeit auf, die dieser Entwicklung endlich einen Riegel vorschiebt. Ich würde es mir wünschen.

Ja! Was diese Bewegung braucht ist ein charismatischer Führer!

susu (Die Geschichte der Männerbewegung ist eine Geschichte voller Mißverständnisse...)


gesamter Thread:

 

powered by my little forum