Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Voilà

Der Bachelor, Saturday, 03.01.2004, 14:47 (vor 8069 Tagen) @ Joseph S

Als Antwort auf: Re: Voilà von Joseph S am 02. Januar 2004 23:38:57:

Hallo Bachelor,

Der Power-Feminismus erkennt, dass Frauen und Männer Stärken haben; seine Kritik richtet sich nicht gegen Männer als solche, sondern gegen die Übermacht der Männer und eine Gesellschaft, die Männer über Frauen stellt;
schränkt die Meinungsfreiheit anderer Frauen nicht ein; erstrebt die Verbindung der besten traditionell weiblichen und der besten traditionell männlichen Eigenschaften und Zielsetzungen etc. pp.

Ich halte die Übermacht der Männer für eine dumme Legende, und daß es einen "Power-Feminismus"
gibt, der besten traditionell weiblichen mit den besten traditionell männlichen Eigenschaften verbinden will
kommt mir noch unrealistischer vor. In meinem Englisch Wörterbuch taucht unter power auch
die Übersetzung "Gewalt" auf. Ich finde sie bei power... gelegentlich ganz passend.
Gruß
Joseph

Das sehe ich ähnlich. Der Power-Feminismus ist aber immerhin vernünftiger als der Opfer-Feminismus, der in sich völlig inkohärent ist. Dennoch bleibt auch beim Power-Feminismus der Mann der Depp. Darüber kann selbst die raffinierteste Rhetorik nicht hinwegtäuschen.
Das Wort Power-Feminismus wurde übrigens von Naomi Wolf geprägt, die sich gegen den falsch verstandenen Opfer-Feminismus ausspricht, den Power-Feminismus propagiert, dabei sich aber in manchen Stellen widerspricht, indem sie (unabsichtlich?) Argumente des Opfer-Feminismus einbringt.
Ich behaupte: Wenn wahre Gleichberechtigung erreicht werden soll, darf das Wort Feminismus gar nicht erst auftauchen.

Der Bachelor


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