Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Zum Letzten...

Garfield, Friday, 29.08.2003, 20:11 (vor 8195 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Zum Letzten... von Xenia am 29. August 2003 14:26:10:

Hallo Xenia!

"Tatsache ist aber: sie übernimmt die Verantwortung SO ODER SO, egal, ob sie es nun sagt oder nicht, denn das Kind wird si ja nunmal haben."

Ein Kind zu haben, bedeutet nicht automatisch, auch Verantwortung zu übernehmen. Man hat dann beispielsweise Verantwortung für den materiellen Unterhalt des Kindes, da es sich ja nun einmal schlecht allein ernähren kann.

Nun nehmen wir mal an, eine Frau geht fremd und wird dabei schwanger. Sie wird dann natürlich Hemmungen haben, das ihrem Partner zu beichten. Also wird sie ihm vielleicht nichts davon erzählen. Das verurteile ich an sich noch nicht. Viele Menschen sind sehr eifersüchtig, und ein Seitensprung kann eine Beziehung oder Ehe zerstören. Oft ist es dann wirklich besser, nichts zu sagen. Manchmal ist es auch so, daß der Partner zwar etwas ahnt, es aber gar nicht so genau wissen möchte.

Was wird sie aber tun, wenn es dann später aus anderen Gründen zur Trennung kommt? Das Kind ist vielleicht bei einem One-Night-Stand entstanden und womöglich kennt die Frau noch nicht mal den vollen Namen des Vaters. Wenn sie nun zugibt, daß das Kind nicht von ihrem Ex ist, kriegt sie von ihm keinen Unterhalt. Zwar bekommt sie dann vielleicht Geld vom Jugendamt, aber da wird dann nicht so lange gezahlt. Da darf Madame sich schon nach 4 Jahren nach einem Job umsehen, während sie 12 Jahre lang auf der faulen Haut liegen kann, wenn der Ex zahlt, also eben die materielle Verantwortung für das Kind übernimmt. Also ist es natürlich viel angenehmer, beim Ex die Hand aufzuhalten, und das geht natürlich nur, wenn er weiter nichts davon erfährt, daß er gar nicht der Vater des Kindes ist. DAS ist dann Betrug. Und das ist für mich auch das wesentliche Problem bei der Sache.

Und dann stört mich da noch etwas: Es ist heute sehr modern, für Frauen in jeder Situation Verständnis zu zeigen. Wenn eine Frau fremdgeht, tut sie das natürlich nur, weil ihr Partner sie ja ganz furchtbar vernachlässigt hat...

Umgekehrt ist ein Mann nach wie vor ein übles Macho-Schwein, wenn er fremdgeht oder mal ein Bordell besucht. Dann denkt auf einmal niemand darüber nach, ob er das vielleicht nur deshalb tut, weil seine werte Gattin seit 10 Jahren im Bett keinen Finger mehr gerührt hat. Männer sind ja sowieso Schweine - wieso also über Beweggründe nachdenken...

Wie fändest du es beispielsweise, wenn eine Männer-Zeitschrift so werben würde: "Gleiche Frau, gleicher Sex, gleicher Frust... Finden Sie ihr Leben auch langweilig? Kaufen Sie den neuen Playboy und lesen sie, wie sie wieder Schwung in ihr Leben bringen können!" Eine Frauenzeitschrift wirbt momentan mit diesem Spruch. Natürlich bezogen auf Frauen, denn für Frauen ist es ja in Ordnung, so zu denken.

Freundliche Grüße
von Garfield



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