Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: "Frau im Trend" zu Vaterschaftstests

Maesi, Thursday, 21.08.2003, 23:13 (vor 8203 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: "Frau im Trend" zu Vaterschaftstests von Xenia am 19. August 2003 16:53:34:

Hallo Xenia

3. Sie belügt ihn und hintergeht ihn
(Ab Zeitpunkt der Schwangerschaft)

nein, also wenn, dann höchstens ab de, zeitpunkt, da sie selber weiß, dass sie schwanger ist - immerhin leuchtet bei Frauen kein roptes Licht im Kopf auf, das heißt: Jetzt schwanger bin...

Dein Einwand ist unsinnig. Schliesslich hatte sie Geschlechtsverkehr mit jemandem; sofern sie das ihrem Freund/Ehemann verheimlicht, dann beluegt sie ihn.

4. Sie betrügt das Kind und ihren Ehemann über die wahre Abstammung

Wobei immer noch die Frage ist, ob das wirklich so schlimm ist - nur, wenn man viel Gewicht auf die Abstammung legt. Da wär die Frage, wieviel Gewicht dem tatsächlich zukommen sollte

An der Abstammung haengen beispielsweise gesetzliche Unterhaltsverpflichtungen; schon dadurch haben die Maenner wenigstens ein finanzielles Interesse daran, zu wissen, ob ein Kind von ihnen ist oder nicht. Es gibt aber noch weitere Gruende:

1. Verantwortungsbewusstsein: Vater und Mutter haben das Kind gemeinsam gezeugt. Der Vater hat also dazu beigetragen, dass ein neuer Mensch das Licht der Welt erblicken kann; da ist es nur recht und billig, dass er auch die Mitverantwortung fuer das Wohlergehen dieses kleinen Menschen uebernimmt. Die meisten Maenner sind auch bereit, fuer die Zeugung des Kindes die Verantwortung zu uebernehmen. Die wenigsten sind jedoch bereit, die Verantwortung fuer die Folgen des Zeugungsakt eines anderen zu tragen; schon gar nicht, wenn sie ihnen aufgenoetigt wird.

2. Zuneigung: Das, was man selber schafft, auf das ist man besonders stolz, man liebt es speziell. Im eigenen Kind erkennt der Vater einen Teil seiner Persoenlichkeit. Er liebt es, weil es auch Teil von ihm selber ist; schliesslich hat er ja die Haelfte der Gene mitgegeben. Dadurch, dass er sich um das Kind mitkuemmert, es miterzieht, ihm seine Werte zu vermitteln sucht, vollendet er erst sein Werk.

Maenner, die kein Gewicht auf Abstammung legen, koennen argumentieren: 'Das Kind interessiert mich nicht, die Abstammung ist mir egal, ich fuehle mich nicht (moralisch) verpflichtet, irgendwas fuer das Kind zu tun. Tschuess, ich empfehle mich'. Verantwortungslose Vaeter, die sich aus ihrer Verpflichtung stehlen wollen, werden Dir fuer Deine Schuetzenhilfe dankbar sein.

Ueberlege Dir doch einfach mal, ob es opportun waere, den frischgebackenen Muettern ihre Kinder wegzunehmen, diese in einen Kinderpool legen, und dann irgendein Baby aus dem Pool den Muettern zurueckzugeben; schliesslich spielt die Abstammung ja keine Rolle, und wer welches Kind bekommt, kann ruhig dem Zufall ueberlassen werden. Wieviele Muetter und Vaeter wuerden das akzeptieren? Wuerdest Du selber sowas akzeptieren?

5. Sie belügt ihren Ehemann aktiv, was die Herkunft des Kindes angeht
6. Sie erschleicht sich die Zuneigung des Ehemannes und dessen finanzielle Zuwendung für sich und das Kind

Ja siehst du, und dagegen wehre ich mich, was soll denn dieses erschleichen? Schon wieder wird der Frau böseste Absicht unterstellt - ja, sie hat einen fehler gemacht und ja, das war nicht in ordnung oder okay - aber ich finde es nicht richtig, das gleich immer diese niedrigen Absichten zu unterstellen was soll denn das?

Das Problem ist ja eben: sie sehen zwar ein, dass sie einen Fehler gemacht haben. Sie korrigieren ihn jedoch nicht, indem sie die Wahrheit bekennen. Im Gegenteil: sie verschlimmern ihn noch, indem sie weiterhin das Luegengebaeude aufrechterhalten, moeglicherweise sogar weiter ausbauen und damit fortlaufend das Vertrauen des vermeintlichen Vaters und des Kindes missbrauchen; und das Tag fuer Tag. Luegen kann zur Gewohnheit werden; fuer jemanden der mindestens zwei Personen (Vater und Kind), die ihr offensichtlich vertrauen, ueber etwas wesentliches im Unklaren laesst, wird luegen zur Gewohnheit. Offenbar sogar so sehr, dass selbst die Rechtsprechung eingespannt werden soll, um die Wahrheizfindung zu sabotieren. Ausserdem geht es hier nicht mehr bloss um eine kleine, harmlose Notluege. Denn wenn das Luegengebaeude irgendwann einmal zusammenkrachen sollte, dann hat die Mutter allen Beteiligten viel mehr geschadet, als wenn sie von Anfang an die Wahrheit gesagt haette.

Ich bezweifle, dass der Schaden fuer das Kind so gross ist, wenn es von Beginn weg die Wahrheit kennt. Wenn der Mann sich wegen des Seitensprungs von der Mutter trennt, dann wird das Kind die Vorzuege einer heilen Familie halt eben nicht kennen; zumindest nicht mit diesem Mann. Aber da ist ja immer noch der leibliche Vater; moeglicherweise will der seine Vaterschaft ausleben und die damit verbundene Verantwortung uebernehmen.

Gruss

Maesi


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