Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: "Frau im Trend" zu Vaterschaftstests

Xenia, Sunday, 17.08.2003, 17:27 (vor 8207 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: "Frau im Trend" zu Vaterschaftstests von Garfield am 13. August 2003 18:45:36:

Hallo, Garfield!

Sicher steckt nicht nur kühle Berechnung dahinter, wenn eine Frau ihrem Partner einen Seitensprung auch dann

nicht beichten möchte, wenn dabei ein Kind entstanden ist. Ich denke, daß der hauptsächlichste Grund dafür meist
darin besteht, daß Frauen in der Situation fürchten, daß der Partner sie dann verlassen würde oder daß er - selbst,
wenn er ihnen verzeiht - das Kind dann eben nicht als sein eigenes betrachtet und es entsprechend schlechter
behandelt.

Haargenau

Das hindert Frauen üblicherweise aber nicht daran, später nach einer Trennung Unterhalt vom angeblichen Vater

zu kassieren. Der echte Vater ist längst über alle Berge, vielleicht kennt sie nicht mal seinen Namen, oder sie weiß,
daß bei ihm eh nichts zu holen ist - also zapft frau lieber den Ex an, sofern der solventer ist.

DAS ist dann kühle Berechnung. Und genau das ist für mich auch das wesentliche Problem bei der Sache.

Also, jetzt wird es immer verquerer ... warum haben die sich denn jetzt getrennt?

Wenn es nur darum ginge, Gewißheit zu haben, würde ich das eher locker sehen. Manche Menschen wollen gar

nicht so genau wissen, was der Partner oder die Partnerin hinter ihrem Rücken schon alles getrieben hat. Oft ist es
für eine Beziehung oder Ehe wirklich besser, einen Seitensprung zu verschweigen und auch niemandem zu
erzählen, von wem ein Kind wirklich ist (nicht einmal dem Kind selbst).

Ganz genau so sehe ich das auch

Nach einer Trennung sieht das aber anders aus. Die Unterhaltsregelungen sind ohnehin schon ungerecht genug.

Fairerweise sollte Unterhalt nach Bedürftigkeit, also nach den Lebenshaltungskosten berechnet werden. Es geht
schließlich darum, dem Kind eine Existenzgrundlage zu sichern und nicht darum, der Mutter ein gutes
Zusatzeinkommen zu verschaffen. In der Theorie jedenfalls. Unterhaltspflichtige Männer haben es schwerer, eine
neue Familie aufzubauen, weil sie einfach durch die Unterhaltszahlungen finanziell enorm belastet werden. Solange
ein Kind wirklich von ihnen ist, kann man darin ja noch eine Berechtigung sehen. Es ist jedoch extrem unfair, einen
Mann für ein fremdes Kind zur Kasse zu bitten und ihm so die Chancen zur Gründung einer neuen Familie deutlich
zu verschlechtern oder sogar ganz zu verbauen.

Warum haben sie sich getrennt? Nehmen wir mal an, die haben sich oft gestritten, da ist die Chance hoch, dass sie eh mal gesagt hat, dass das Kind nicht von ihm ist

Best wishes, xenia

PS: Es sein kann, dass ich hab velwechsert zwei Antworten ;-)


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