Re: David
Als Antwort auf: Re: David von susu am 30. Januar 2005 18:04:31:
Hallo
Soweit ich weiß gibt es diese Rekombinationen wirklich.
Was aber in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben sollte ist die Tatsache, dass einige Lethalfaktoren darstellen. Soll heissen, dass nicht alle der oben genannten "Geschlechter" lebensfähig sind und in der Regel noch vor der Geburt sterben. Wenn man dann noch sieht zu welchen Phänotypen die lebensfähigen Genotypen führen (Mongoloismus XXY? z.B) und anschließend - also nach Herausfiltern der Lethal und Krankheitsfaktoren - die statitische Verteilung der Häufigkeiten der auftretenden Genotypen betrachtet, kann man mit Recht von zwei (von der Natur gewollten) biologischen Geschlechtern ausgehen.
Polysomien der Geschlechtschromosome ist recht unproblematisch, es gibt bei den genannten Kombinationen keine Lethalfaktoren. Down-Syndrom ist bei Trisomie-21 gegeben, also nicht bei XXY.
Hinzu kommt der Mechanismus der Vererbung selbst. Wenn ich mich richtig an den Biounterricht erinnere, so scheint der Mechanismus der Vererbung selbst sicherstellen zu wollen, dass Kombinationen wie XXXY nicht bzw. so selten wie möglich auftreten.
Richtig. Das Spezifische an den Gonosomen führt jedoch dazu, daß eine XXY-Trisomie und X0 sehr häufig (für eine Trisomie, bzw Monosomie) auftritt. Die Paarige Zusammenführung von Chromosomen funktioniert bei der Keimzellenbildung von XY eben nicht besonders gut (wegen der Unterschiedlichkeit des X zum Y-Chromosom).
Deine oben erwähnten 6 Geschlechtschromosomensätze sind als keine "gleichwertigen" Alternativen derer sich die Natur/Biologie nach "Gutdünken" bedient, sondern sie sind "ungleichtwertig".*
Was mir spontan bei deinen Postings noch aufgefallen war (damit meine ich susu):
Es ging um Geschlechter. Du lieferst allerdings Definitionen für Eltern (Wer ist Vater, wer Mutter).
Richtig. Der Grund dafür ist, daß dieses Beispiel sehr anschaulich ist, während z.B. die Evolutionsbiologische Geschlechtsdefinition:
"Sex is an intraspecic barrier to gene flow" nicht mehr ganz so offensichtlich ist (Prinzipiell ergibt sich da aber ein eigenständiges Geschlecht der Unfruchtbaren).
susu
Hallo susu
Nach dem Abschicken meines Posts hatte ich bei dem Punkt Mongoloismus schon das ungute Gefühl, dass der BioLK etwas zu lange her sein könnte. Trisomie 21 ist natürlich der korrekte Ausdruck und wird (unter anderem) mit XX + 21 oder XY + 21 abgekürzt dargestellt. Das Chromosom 21 ist also einmal zuviel vorhanden. Auch bezüglich der "Letalfaktoren" war ich mir in diesem Zusammenhang nicht ganz sicher und nach kurzem googlen konnte ich meine Behauptung nicht untermauern. Allderdings führen chromosomale Veränderungen und Abweichungen wie der Trisomie 21 häufig zu Frühgeburten und/oder Behinderungen.
Konsenz scheint es aber bezüglich der sich ergebenen Krankheitsbilder bei "abweichenden Genotypen" zu geben.
Nichtsdestotrotz kann man aus dem was bisher gepostet wurde durchaus schließen, dass zwei biologische Geschlechter vorgesehen sind. Und somit betrachte ich die These, dass Geschlecht lediglich ein soziales Konstrukt ist, als nicht richtig. Ich sage mir dann: Wenn es den Genen gelingt zwei derart unterschiedliche Phänotypen zu erzeugen, könnte es denn nicht auch sein, dass diese Biologie am Übergang von Körper und Geist (dem Gehirn), und folglich auch bei der Sozialisation ein Wörtchen mitzureden hat, etwa indem sie die Menschen bestimmte soziale Nischen bevorzugen läßt (Männer fühlen sich unter Männern wohler - Frauen unter Frauen oder ähnliches).
Ich werde mal gucken, ob ich noch Zeit finde, mich in das Thema erneut einzulesen und weiterzudiskutieren.
MFG
noname
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- Re: WIE US SEXUALWISSENSCHAFTLER J. MONEY DEN GENDER-BEGRIFF BEGRÜNDETE (lang) -
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- David -
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