Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: David

susu, Sunday, 30.01.2005, 20:04 (vor 7675 Tagen) @ noname

Als Antwort auf: Re: David von noname am 30. Januar 2005 11:05:34:

Hallo

Soweit ich weiß gibt es diese Rekombinationen wirklich.
Was aber in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben sollte ist die Tatsache, dass einige Lethalfaktoren darstellen. Soll heissen, dass nicht alle der oben genannten "Geschlechter" lebensfähig sind und in der Regel noch vor der Geburt sterben. Wenn man dann noch sieht zu welchen Phänotypen die lebensfähigen Genotypen führen (Mongoloismus XXY? z.B) und anschließend - also nach Herausfiltern der Lethal und Krankheitsfaktoren - die statitische Verteilung der Häufigkeiten der auftretenden Genotypen betrachtet, kann man mit Recht von zwei (von der Natur gewollten) biologischen Geschlechtern ausgehen.

Polysomien der Geschlechtschromosome ist recht unproblematisch, es gibt bei den genannten Kombinationen keine Lethalfaktoren. Down-Syndrom ist bei Trisomie-21 gegeben, also nicht bei XXY.

Hinzu kommt der Mechanismus der Vererbung selbst. Wenn ich mich richtig an den Biounterricht erinnere, so scheint der Mechanismus der Vererbung selbst sicherstellen zu wollen, dass Kombinationen wie XXXY nicht bzw. so selten wie möglich auftreten.

Richtig. Das Spezifische an den Gonosomen führt jedoch dazu, daß eine XXY-Trisomie und X0 sehr häufig (für eine Trisomie, bzw Monosomie) auftritt. Die Paarige Zusammenführung von Chromosomen funktioniert bei der Keimzellenbildung von XY eben nicht besonders gut (wegen der Unterschiedlichkeit des X zum Y-Chromosom).

Deine oben erwähnten 6 Geschlechtschromosomensätze sind als keine "gleichwertigen" Alternativen derer sich die Natur/Biologie nach "Gutdünken" bedient, sondern sie sind "ungleichtwertig".*
Was mir spontan bei deinen Postings noch aufgefallen war (damit meine ich susu):
Es ging um Geschlechter. Du lieferst allerdings Definitionen für Eltern (Wer ist Vater, wer Mutter).

Richtig. Der Grund dafür ist, daß dieses Beispiel sehr anschaulich ist, während z.B. die Evolutionsbiologische Geschlechtsdefinition:
"Sex is an intraspecic barrier to gene flow" nicht mehr ganz so offensichtlich ist (Prinzipiell ergibt sich da aber ein eigenständiges Geschlecht der Unfruchtbaren).

susu


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