Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Auf vielfachen Wunsch: Grundsatzkritik am Maskulismus

Emmalein, Monday, 29.03.2004, 13:49 (vor 7984 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Auf vielfachen Wunsch: Grundsatzkritik am Maskulismus von Sebastian am 26. März 2004 10:28:52:

Hi, Sebastian,

vielleicht solltest Du das Wort "Kampf" mal etwas genauer definieren. Für mich bedeutet "Kampf" das Durchsetzen-Wollen der eigenen Position. Einige Menschen kämpfen mit rechtsstaatlichen Mitteln, andere sagen, ihnen ist jedes Mittel recht, wenn sie die eigene Position damit durchsetzen können.

Nachdenken bedeutet, in einen Diskurs treten. Dabei kann man durchaus dazu bereit sein, die eigene Position zu überdenken. Und andere Positionen anzunehmen. Es bedeutet,die Bereitschaft zu haben, die eigenen Ideen zu hinterfragen, offen zu sein ,was das Ergebnis des Diskurses betrifft.

Wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam hinsetzen würden und an neuen Arbeitszeitmodellen und neuen Lohnmodellen arbeiten würden, würde das zum Gesunden der Wirtschaft mit Sicherheit eine Menge beitragen. Mehr jedenfalls als die unnützen Verteilungskämpfe, die beide Seiten zur Zeit eher führen möchten.

Wenn ein Politiker wie Schröder von "Frauen und solchem Gedöns" spricht, denke ich nicht, dass das auf den Einfluss von Doris Schröder-Köpf zurückzuführen ist. Wenn ein Clement Frauen ins Haus verbannen und ihnen bei Heirat und Kindern keinen Job mehr erlauben will, ist das ebenfalls für mich eher kein Zeichen dafür, dass der von seiner Ehefrau beherrscht ist. Ich betrachte die Dinge, die von Politikern und Wissenschaftlern gesagt werden und dokumentiert sind, und halte Deine These dagegen, dass diese von Frauen beherrscht werden. Wenn davon mehr dagegen spricht als dafür, halte ich die These für mindestens extrem unwahrscheinlich. Und genauso geht es mir mit Diener These.

nun das ist richtig und ich glaube in der tat daran das der zweck die mittel heiligt, allerdings tust du dies auch. dein zweck ist die "moral" und dieser unterstellst du alles, von daher worin unterscheiden wir uns?

Mein Zweck ist keine Moral. Mein Zweck ist eine Verbesserung der Situation. Ich bin nicht der Ansicht, dass ich dafür jedes Mittel verwenden möchte und auch nicht der Ansicht, dass jedes Mittel verwendet werden soll. Wie sagten die ollen Römer:" Wie die Mittel, ist letztlich auch das Ziel beschaffen." Wobei sie sich selbst nicht ganz daran gehalten haben..;-)

Ob die Demokratie allen Gesellschaftsformen überlegen ist, weiss ich nicht. Ich kenne nicht alle Gesellschaftsformen. Nur Demokratie und Diktatur. Es mag in Zukunft eine Gesellschaftsform geben, die beiden überlegen ist. Deswegen ist nicht zu sagen, ob die Demokratie das Endgültige ist. Ich kenne die Zukunft nicht.

Es grüsst freundlich
das Emmalein


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