Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Auf vielfachen Wunsch: Grundsatzkritik am Maskulismus

Sebastian, Friday, 26.03.2004, 12:28 (vor 7987 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Auf vielfachen Wunsch: Grundsatzkritik am Maskulismus von Emmalein am 26. März 2004 09:29:58:

Hi, Sebastian,
eine geistige Entwicklung beginnt da, wo die Kämpfe aufhören und das gemeinsame Nachdenken anfängt. Kämpfe sind nur darauf aus, die eigene Position zu stärken und den eigenen Weg zu bestätigen. Wer kämpft, will seine Überlegenheit beweisen. Wer gemeinsam nachdenkt, sucht nach Lösungen und nach positiven Ansätzen.

wer kämpft will nicht zwangsweise seine überlegenheit beweisen, man kann für verschiedene dinge kämpfen sogar um zu verlieren (wenn das auch ein recht seltsames ziel sein mag). kämpfen heisst im übrigen nicht allein etwas zu tun, kämpfen ist sehr wohl wenn man sich sozialer netze bedient und freundschaften pflegt.
du hast eine sehr beschränkte vorstellung von kampf wahrscheinlich geistern in deinem kopf zwei ritter rum die sich die rübe einschlagen. das sehe ich aber eben anders, ein kampf ist wenn man sich für eine sache einsetzt (wofür auch immer).

Mit mehr Nachdenken und weniger Kämpfen bin ich sicher, kämen wir aus der aktuellen Wirtschaftskrise hervorragend heraus. Dann würden beide Teile nicht auf ihren Vorteilen und Vorurteilen beharren, sondern versuchen, Modelle zu finden, die gemeinsam an der aktuellen Wirtschaftskrise arbeiten.

gut wie genau sollte man mit nachdenken die wirtschaftskrise beenden?

Eine Möglichkeit, die sich in der Realität so wenig zeigt, ist für mich eher irrelevant. Es wäre auch meiner Meinung nach möglich, dass es ein Patriarchiat zur Zeit in Deutschland gibt. Für mich zeigt es sich allerdings wenig in der Realität. Daher ist das für mich irrelevant. Ebenso wie die Sache, dass die MÄnner der Macht von irgendwelchen Damen beherrscht werden.

was genau soll realität sein? die paar bunten bilder die man sieht?

Macht ist für mich sekundär. Als Mittel ist sie vielleicht brauchbar, aber nicht das, was mich wirklich interessiert. Interesse habe ich daran, dass bestimmte Dinge sich verändern. Dafür braucht man Macht. Aber Macht um der Macht willen,die interessiert mich nicht.

siehst du, du kämpfst weil du dich für etwas einsetzt. nachdenken, sozialität usw. sind dabei nur mittel um deine ziele durchzusetzen.

Vermännlichung ist für mich ein dummes Wort. Genau wie Verweiblichung. Menschen sind Menschen. Eigenschaften, die bestimmten Geschlechtern zugeschrieben werden, schaden durch die Zuschreibung mehr als dass sie nützen.

nun ich denke das sowohl männer als frauen männliche und weibliche eigenschaften besitzen. aber kann man allgemein sagen das männer eher zu männlichen und frauen eher zu weiblichen eigenschaften tendieren.
und ich denke nicht das männer und frauen gleich sind (und das hat nichts mit der erziehung zu tun), ich halte männer und frauen für grundauf verschieden und bin recht glücklich darüber (weil es aufregend ist).

Ich wickele keine Männer um den Finger, wenn sie es nicht selbst wollen ;-). Und ich sehe hier auch wieder einen Punkt: Frauen werden nach ihrem Äusseren beurteilt, Männer in Deinen Augen nicht. Ich kann also so viel studieren, wissen, lernen und verstehen, wie ich will, habe ich eine gute Figur und ein gewinnendes Lächeln, wirst Du mir immer vorwerfen, ich hätte alles ,was ich bekomme, nur deswegen erreicht.

nein das liegt mir fern, ich werde dir eher vorwerfen das nichts von dem was du jemals erreichst dir zur ehre gereichen wird. das liegt aber daran das ich die welt als ganzes sehe und alles was passiert als folge des gesamtes zustandes der welt geschieht. ich glaube somit nicht an einen "freien willen", du bist ein spielball dieses "weltsystems" genauso wie ich (wobei diese "erkenntnis" reichlich nutzlos ist).

Selbst wenn ich in objektiven Tests, in denen mein Äusseres gar keine Bedeutung haben kann, weil mich derjenige gar nicht sieht, besser abschneide als viele Männer.

wäre mir das völlig egal, denn es ist nicht dein werk. ob du besser oder schlechter bist als jemand anderes hängt von dem berühmten sack reis genauso ab wie von schmetterlingen, atomen und allen anderen dingen.

Ein Mann würdest Du das Gleiche nicht zum Vorwurf machen, selbst, wenn er blendend aussieht.

nö wieso auch, ich würde ihm exakt dasselbe sagen wie dir.

Der Unterschied zwischen Dir und mir scheint mir zu sein, dass ich eine Gesellschaft anstrebe, in der nicht nur ich gut leben kann, sondern andere Menschen auch. Und sogar Männer.

siehst du hier ist deine phantasie wieder zu beschränkt. stell dir einfach vor das es vielleicht auch mein vorteil sein könnte wenn es anderen gut geht. wie gesagt der mensch ist ein soziales wesen und ich bin auch ein mensch.

Das ist kein Altruismus. Sondern die Erkenntnis, dass wir alle in gewisser Weise aufeinander angewiesen sind und es darum Vorteile bietet, eine Gesellschaft so zu gestalten, dass sie für möglichst viele Individuen lebenswert ist, weil das das allgemeine Klima verbessert und so jedem Mitglied der Gesellschaft auch durch Interaktion ein besseres Leben ermöglicht.

ja das ist kein altruismus, sehr schön :).

Im Übrigen habe ich Ökonomie studiert. Darum betrachte ich mich als Ökonom. Du hast Informatik studiert oder studierst sie noch. Darum betrachte ich Dich als (zukünftigen) Informatiker.

ich habe informatik studiert? :-D so so, was du alles zu wissen glaubst. das studium der wirtschaftswissenschaften macht dich aber nicht zum ökonomen, genausowenig wie ein informatikstudium einen informatiker macht.
ich habe einfach zuviele menschen kennengelernt die studiert haben aber trotzdem keine ahnung haben (wobei das meine meinung ist, wie jedes andere wort in diesem meinem text auch).

Keine Moral zu haben ist auch eine Form der Moral. Zu behaupten, jedes Mittel sei erlaubt, ist auch eine Moral, die , dass der Zweck die Mittel heiligt. Der Zweck heiligt die Mittel ist ein Liebligsspruch in totalitären Regimen, gleich welcher Couleur.

nun das ist richtig und ich glaube in der tat daran das der zweck die mittel heiligt, allerdings tust du dies auch. dein zweck ist die "moral" und dieser unterstellst du alles, von daher worin unterscheiden wir uns?

Dass mich etwas stört, wird doch wohl erlaubt sein, zu äussern. Wenn mich die Einseitigkeit einer Position stört, dann sage ich das. Ich wurde darum gebeten, meine Kritikpunkte zusammenzufassen. Das habe ich getan. Mehr nicht. Wenn Dir nicht passt, dass ich diese Kritik äussere, brauchst Du sie nicht zu lesen. Niemand zwingt Dich dazu. Ich entsprach den Wünschen einiger Teilnehmer an diesem Forum. Für sie habe ich geschrieben.

ich habe nichts gegen deine kritik, ich äussere mich lediglich zu deiner kritik.

Im Prinzip machst Du hier auf Strukturen aufmerksam. Du allein veränderst sie aber nicht. Du machst Vorschläge, wie sie verändert werden können. Ich mache andere Vorschläge an anderer Stelle zu anderen Problemen, wie Strukturen verändert werden können. Das ist legitim. Aber ich behaupte nicht, dass ich Strukturen verändere. Ich hoffe, dass sich Strukturen langsam verändern, indem ich Bewusstsein schärfe. Das tun die meisten Maskulisten auch, nur mit anderen Zielen.

strukturen? ich verändern? die welt ändert sich selbst. es mag für dich wohl absurd klingen aber ich glaube nicht wirklich an "mich". nur an das gesamte.

Leider waren die Nationalsozialisten nicht so schwach wie Du hier sagst, immerhin haben sie viele Nationen der Welt das Fürchten gelehrt.

was nützt es ein paar nationen das fürchten zu lehren wenn man untergeht? kämpfe brauchen ihre zeit, am ende wird aber eben das starke als siegreich hervorgehen.

Den Krieg haben sie letztlich verloren, weil sie den Mund zu voll genommen haben und den Hals nicht vollkriegen konnten. Es ist sehr gut, dass die meisten Diktaturen und Diktatoren an Grössenwahn leiden. Dadurch erledigen sie sich meistens selbst.
Grössenwahn kommt dadurch zustande, dass man zu sehr an die eigene Stärke glaubt.

mag sein, dazu habe ich keine meinung.

Demokratien werden durch die Kritiker immer wieder auf eigene Schwächen aufmerksam gemacht und zur Arbeit an ihnen gezwungen. Die Kritikfähigkeit macht Demokratien deswegen Diktaturen langfristig überlegen.

mhm ich muss ehrlich sagen, das ich diese idee für puren grössenwahn halte. weswegen sich die demokratie durchaus auch selbst erledigen kann, ich denke nicht das es eine gesellschaftsform ist die auf dauer überlebt.
ich bin gespannt was es noch für formen der existenz gibt und welche davon der demokratie überlegen sein könnte.

Es grüsst zur Kritikfähigkeit beitragend
das Emmalein


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